Oh Banana!

Bananen sind eine hervorragende Sache, liebe Freunde. Wenn einen von euch eines Tages die Aliens kidnappen und sagen: „Oh, Erdling, such dir ein einziges Lebensmittel von diesem Planeten aus, das du mitnehmen kannst auf den langen interstellaren Flug zurück zu unseren Laboren auf Alpha Centauri. Wir werden davon Tonnen einlagern und die nächsten zehn Jahre wirst du nur davon leben!“, dann wäre es eine verdammt gute Idee, um Bananen zu bitten.

Nicht etwa, weil sie sich im Kampf gegen intergalaktische Böslinge so besonders gut eignen würden – es sei denn, ihr werdet zufällig von einer extrem bananenallergischen Alienrasse entführt, die allein vom Anblick von gelbem Obst schon zu wimmern anfängt und sich in Schleim auflöst – sondern, weil man von keinem anderen Nicht-künstlich-Angereicherten Lebensmittel ohne Beilagen so lange überleben* kann wie von Bananen. Da ist alles drin: Eiweiß, Fett, Zucker, Vitamine… außerdem kommen sie schon mit dieser sehr modischen Verpackung und in Zeitlosem Design. Aber man kanns mit den Bananen natürlich auch übertreiben.

„Morgen!“, sage ich zu Jacob und mach die Bürotür hinter mir zu: „Verzeih die Verspätung, ich war noch schnell für’s Frühstück einkaufen und..“
Ich verstumme, als ich sehe, dass Jacob ebenfalls gerade dabei ist, eine Einkaufstasche auszuräumen. Ah, kleiner Kommunikationsfehler. Vor allem, als sich herausstellt, dass wir EXAKT dasselbe gekauft haben. Nicht, dass es beim Drehbuchschreiberlingsfrühstücks soviel Varianz gäbe, aber…

Ich: „Ein Liter Milch.“
Er: „Ein Liter Milch.“
Ich: „Ein halber Laib Roggenbrot.“
Er: „Ein halber Laib Roggenbrot.“
Ich: „Fünf Becher Joghurt.“
Er öffnet den Kühschrank, um zu zeigen, dass dort schon weitere fünf Becher Joghurt stehen.
Ich: „Mandarinen?“
Er: „Äpfel! Puh!“
Ich: „Das wär jetzt schon wirklich unheimlich geworden, wenn wir auch noch dasselbe Obst angeschleppt hätten.“
Er: „Ja. Stell dir vor, du hättest noch Bananen gebracht.“

Schockiertes Schweigen. Mein Blick wandert zur Obstschüssel, wo sich schon die Bananen türmen. Ich ziehe zögerlich einen weiteren Bund Bananen aus dem Rucksack.

Jacob: „Oh.“

Ich schlichte die Banen auf den schon bestehenden Bananenhügel und er nimmt eindeutig Bananenberg-Ausmaße an. Mount St. Banana.

Ich: „Sollen wir ein Gipfelkreuz aufstellen?“
Er: „Das sind viele Bananen.“
Ich: „Ja. Und gelb sind sie auch.“

Folglich, liebe Freunde: wenn die Aliens kommen, wendet euch vertrauensvoll an uns. Wir sind gewappnet.Für mindestens eine Woche auf jeden Fall.

*Die Frage ist natürlich, ob ihr in diesem Fall wirklich so lange überleben wollt, bis die Aliens euch in ihr Labor gebracht haben. Man weiß ja nie, was denen in ihren Laboren so einfällt. Wär vielleicht klüger, auf die Bananen zu verzichten und gleich in Hungerstreik zu gehen.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.