Ein Sackerl…

Höchst verehrter und sicher sehr sympathischer anonymer Wiener Hundebesitzer!

Nun, ich gebe zu, dass die ‚Ein Sackerl für mein Gackerl‘-Kampagne der Stadtverwaltung rhetorisch glückseliger hätte verlaufen können und nur bedingt brennenden Straßenpatriotismus in den Wiener Herzen zu wecken vermochte – und noch weniger das Bedürfnis, hinter seinem oder ihrem Hundsviech aufzuräumen. Auch ist mir völlig klar, dass es gerade bei so einem Wetter schönere Dinge gibt, als die Hinterlassenschaften Ihres Fifis von der Straße zu kratzen, vor allem, dürfte.* Gerade Sie, sehr geschätzer anonymer Wiener Hundebesitzer, sind sicher ein Mensch von so umfassenden Charme, dass Sie viel zu Beschäftigt sind, vor Ihren etwa vierzig bis fünfzig leicht bekleideten, nymphomanischen Verehrerinnen zu flüchten (vor denen sie nicht einmal Ihr Monstrum von Köter beschützen kann), als dass Sie sich mit solchem Straßenreinigungskleinscheiß** abgeben könnten.
Wie Sie sehen, ich habe volles, nein VOLLSTES Verständnis für Ihre Lage und lasse ihnen daher eine faire Warnung zukommen: sollte ich Sie jemals in flagranti bei der Nicht-Hundehinterlassenschaftsbeseitigung ertappen, dann behalte ich mir vor, Sie so lange gegen das Schienbein zu treten, bis Sie daran sterben.***

Mit freundlichem Gruß,
Sarah W. (die gerade die letzen zehn Minuten mit der Reinigung ihrer Laufschuhe verbracht hat)****

*Es sei denn, ich verschätze mich ganz gewaltig und irgendwo in Wien läuft momentan der selbstzufriedenste Pekinese des Planeten herum.

** Wobei es sich, wie schon etabliert, im gegebenen Fall eher um einen Straßenreinigungsgroßscheiß handelt, aber wir wollen nicht i-tüpferl reiten.

*** Ich weiß, dass Hinrichtung per Schienbeintritt ganz schön dauern kann. Aber Rache ist immer am schönsten, wenn man sich dafür Zeit lässt.

**** Und die sich jetzt ein Betäubungsgewehr kaufen geht, weil der Hund bei der ganzen Schienbeintreterei wahrscheinlich nicht tatenlos zuschauen wird.

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2 Antworten zu Ein Sackerl…

  1. razorback schreibt:

    Das ich das einmal sagen würde… aber:
    Es fehlt Dir an subtiler Grausamkeit!
    Um den Besitzer zu treffen – tritt den Hund. Muhahahahahaha…
    (Und dann den Besitzer, wenn er ihm zu Hilfe eilt).
    Ja, ich weiss, das ist tierfeindlich und gemein. Aber eben auch subtil und grausam.

  2. frl. e schreibt:

    soll ja glück bringen…

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