Warum Sarah anscheinend unterdrückt wird

Fas-zi-nierend.

Man hört ja in der filmweltigen Gerüchteküche allerlei, am schönsten ist es aber immer, wenn man über fünf Ecken von Dingen Wind bekommt, die einen selbst betreffen. So, wie uns zum Beispiel durch reinen Zufall zu Ohre kam, das anscheinend mein Co-Autor mich „ausnutzt und unterbuttert.“ Gut zu wissen, dass sich jemand da draußen um mich schwaches, verschüchtertes Weibchen sorgt. Wie genau es zu dieser kuriosen Idee kam, hat bei uns im Büro heute zu ziemlich viel Köpfekratzen und allgemeiner Erheiterung geführt.

Ich: “ Du hast mir letzten September mal ziemlich barsch gesagt, dass ich Socken anziehen soll, damit ich mich nicht erkälte. Das war schon sehr bevormundend.“
Jacob: „Oder jemand hat herausgefunden, dass ich neulich zweimal hintereinander ausgesucht hab, welchen Tee wir trinken.“
Ich: „Das hast du?!?“
Jacob: „Ja. Ich habe gehofft, dass du’s nicht mitbekommst.“
Ich: „NEIN! Das ist das Ende unserer Zusammenarbeit!“
Jacob: „… wieso macht sich in diesem Szenario eigentlich niemand Sorgen, dass ICH unterdrückt werde?“
Ich: „Weil du größer bist?“
Jacob: „Aber sensibel!“

Es wird niemand überraschen, dass das ganze zu unserem neuen Running Gag des geworden ist, den wir jetzt seit geschlagenen fünf Stunden unablässig zwanghaft variieren. („Warum eigentlich unterbuttern? Könntest du mich nicht zur Abwechslung mal untertopfen? Oder untersauerrahmen?“ – „Gott, war der schlecht.“ -„Da! Du tust es schon wieder! Du unterschimmelkäst mich!“) und dabei kaum zum Arbeiten kommen. Wir werden uns wohl gezwungen sehen, den Gerüchteküchenköchler eine Honorarnote zu schicken, um die running-gag-bedingt verlorene Arbeitszeit irgendwie wieder wettzumachen.

Und wenn ihr mich entschuldigt – ich muss jetzt meinen Co-Autoren noch ein wenig weiter untermilchprodukten.

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3 Antworten zu Warum Sarah anscheinend unterdrückt wird

  1. Razorback schreibt:

    Aber das ist doch ganz klar: Er Mann, Du Frau. Da hat doch die Natur schon die Hierarchie eingerichtet. Was wäre er denn für ein lächerlicher Weichling, wenn er Dich nicht unterbuttern, womöglich gar Deine Meinung anhören würde, die Du so völlig irrational weiblich emotional (wahrscheinlich auch hysterisch und unter Tränen) rausposaunst. Nein, nein, das muss schon so ein.

    Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss auf meinen Felsen klettern, und mir von meinem Harem den Silberrücken lausen lassen.

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Du sagst es, oh weiser Silberrücken. Wobei es mich ja weniger vergrantelt, dass jemand mir zutraut zutraut, mich schwachesweibchenmäßig zu unterdrücken lassen, als die Unterstellung an Jacob. Er wäre echt der erste Tyrann der weltgeschichte, der sein Regime ganz perfid darauf aufbaut, dass er morgens die erste Kanne Tee macht, seine Untertanen regelmäßig daran hindert, sich aus versehen weh zu tun und noch dazu fünfzig Prozent der im Reich zu verübenden Zwangsarbeit gleich selber erledigt.
    Grmpf.

  3. razorback schreibt:

    Na ja, was soll er denn machen? Er mag ja von Natur aus ein Lämmlein sein, aber wenn er Dich als Co-Autorin halten will (und es geht das Gerücht, als solche seiest Du nicht vllig untalentiert) muss er natürlich auf Dein devotes Wesen und Deinen natürlich weiblichen Hang zur Unterwerfung unter das überlegene Geschlecht eingehen. Sonst suchst Du Dir einen anderen Meister.

    Hugahagahuga!

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