Von Muskelkatern und Silbengottheiten

Ich: „Sag mal – war unsere Teekanne eigentlich immer schon so schwer?“
Jacob: „Gestern Pilates, hm?“
Ich: „Oh, shut up.“

In other news – brav am Tippseln, wobei mein Fortschritt ein wenig dadurch gehindert wird, dass Amazon gestern „Deathless“ geliefert hat, das neue Buch von Catherynne Valente. Es gibt Autoren, die ich für ihre ausgefeilten Plots liebe, andere verehre ich für ihre Figurenzeichnung oder schrägen Ideen… aber Mrs. Valente hat eine Sprache, die so grauenhaft schön ist, dass einem manchmal ein einziges präzise gesetztes Adjektiv die Tränen in die Augen treibt. Ich hab eine komplett zerlesene Ausgabe von ihrem ‚Palimpsest‘ neben dem Bett liegen – wenn ich partout nicht einschlafen kann, dann les ich mir manchmal selbst laut einen Absatz daraus vor, wieder und wieder wie ein Mantra, bis er zu sinnlosen Silben zerfällt, bis ich mich in die reine Sprache einkuscheln kann wie in Linus‘ Schmusedecke.
Zum Glück kann mich Deathless nicht ganz schlucken, weil ich es nur in kleinen Portiönchen lese, hier mal eine Seite, dann da ein paar Zeilen. Bei dem Buch wäre In-einem-Sitz-Lesen eine ähnliche Sünde, als würd man eine flasche edelsten Champagner auf Ex hinunterstürzen. Es ist immerhin das letzte Mal, dass ich diese Sätze zum ersten Mal lesen kann.

Ich sag’s euch, die Frau macht mich fertig.

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