Warum die Mafia basisdemokratisch werden sollte

Zuerst einmal: Bitte amüsiert euch schnell mit mir über den Standard-Artikel darüber, dass morgen (endlich, endlich) das Urteil im Tierschützerprozess fällt. Meine Favoriten…

„Die 13 Angeklagten seien als Mitglieder einer kriminellen Organisation zu verurteilen, forderte Staatsanwalt Wolfgang Handler in seinem Schlussplädoyer. Obwohl er einräumte, dass er keine Täterschaft bei den aufgelisteten direkten Straftaten nachweisen habe können.“

„Doch Staatsanwalt Wolfgang Handler beharrte auf kriminellen Motiven: Das „arbeitsteilige Vorgehen“ und der „hierarchische Aufbau“ der kriminellen Organisation seien bewiesen, sagte er in seinem Plädoyer. Erstbeschuldigter Martin Balluch stelle „grundsätzliche Überlegungen“ an, der Zweitangeklagte sei sein „engster Mitarbeiter“ und sozusagen „erster Offizier“ – und die Befehlskette setze sich nach unten hin weiter fort. “

Jesus fucking Christ, dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. DIE KRIMINELLEN MISTKERLE TEILEN SICH DIE ARBEIT! Und, OH MEIN GOTT, es gibt auch noch einen CHEF! Ganz im Gegensatz zu, beispielsweise, einem Trachtenverein. Oder jeder anderen ansatzweise organisierten Organisation des Planeten. Und wenn sich im gegenzug die Mafia basisdemokratisch organisieren würd, wären sie dann plötzlich keine kriminelle Vereinigung mehr?

So. Und jetzt wieder zum Alltäglichen…

Zu Recherchezwecken den Tag am Bauernhof verbracht. Fragt einfach nicht. Zumindest weiß ich jetzt, dass man, sollte man einen lebenden Adler für’s Theater brauchen, am besten einen Tibetanischen Steppenadler verwendet – der ist offensichlich ein adleriger Softie und hat nicht soooo die Tendenz, unvermittelt Schauspieler zu zerfleischen. Gut zu wissen, falls ich jemals vom plötzlichen Verlangen gepackt werden sollte, meine Guppies gegen Greifvögel zu tauschen. (Alternativ könnt ich auch versuchen, Greif-Guppies zu züchten, aber das ist wieder eine andere Geschichte.)

Etwas zu spät wieder nach Wien gekommen, um noch an der Demo gegen das neue fremdenrechtspaket teilzunehmen, habs aber immerhin in die Yoga-Stunde geschafft. Mittlerweile würds mir richtig leid tun, den Kurs zu verpassen – hab mich dabei ertappt, wie ich davor alle zwei Minuten ungeduldig auf die Uhr geschaut hab, wann’s denn endlich anfängt. Hat einfach einen ziemlich erhöhten entspannungswert.

Danach heimgekommen und die neuen Szenen von unserem gegenwärtigen Drehbuch* gelesen, die Jacob mir geschickt hat. Das ist das erste Projekt, wo die Rollen vertauscht sind – er schreibt den ersten Draft einer Szene und ich geh dann überarbeitenderweise drüber. Ungewohnt, aber funktioniert. Abgesehen vom winzigen Detail, dass ich bei der Auf-die-Szene-Warterei fast wahnsinnig werde.

Nach Lesen und längerem telefonischen Besprechen nicht mehr die Konzentration gehabt, noch groß etwas aus meinem To-Do-Stapel anzufangen, stattdessen die erste Folge der dritten Staffel von ‚Being Human‘ angeschaut. Kurz erwogen, nach England auszuwandern, um allen an dieser Serie beteiligten ausgiebig die Füße zu küssen. Hab mehr als einmal eine Szene zwei, dreimal hintereinander angeschaut, weil sie so schön geschrieben, so traumhaft gespielt war. No na ned bin ich neidisch.

*von dem wir noch schnell die Rohfassung fertig schreiben wollen, eh wir mit dem Orf-Ding anfangen

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