Von Glöcknern und Fledermäusen

Verzeiht das Schweigen, oh Freunde, es passiert halt grad nichts wirklich interessantes in Sarahville. Ins Büro gehen, am einen Projekt tüfteln. Heimkommen, Fische füttern, am anderen Drehbuch schreiben. Zwischendrin zu viele Folgen ’30 Rock‘ Schauen, weil grad als Vom-Schreiben-Ablenkungsmanöver verfügbar. Um vier Uhr morgens ins Bett. Da Capo. Zwischendrin meinen Kadaver noch zum Laufen oder in die Yoga-Stunde schleppen, auf das sich am Ende des Drehbuchs nicht einen Job als Glöckner in einer namhaften französischen Kathedrale angeboten bekomme.

Doch, mir fällt ein, eines hab ich doch zu berichten: irgendwann im größten Schreibfrust hab ich gestern um halb zwei in der Nacht einen kleinen Spaziergang gemacht, um das Hirn freizubekommen, und kam zu einer Straßenlaterne, in deren Lichtstrahl ein großer Schwarm Insekten getanzt hat. Das an sich wäre schon schön genug gewesen, aber dann sind die Fledermäuse aufgetaucht, die immer wieder in diesen Lichtstrahl getaucht sind, um sich eine Mücke zu holen und dann wieder in der Dunkelheit zu verschwinden.
Für meine Augen war es so, als würden die Feldermäuse erst zu existieren beginnen, wenn sie ins Licht kommen, und sich gleich darauf wieder in der Schwärze aufzulösen. Die ganze Sache war absolut geisterhaft – und wunderschön.

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