Those seasons gone by

Das hochverehrte Fräulein Flora hat gerade darauf hingewiesen, dass es diesen Blog heute genau ein Jahr lang gibt. Du meine güte.

Nach einem Jahr Blog wisst ihr jetzt doch einiges über mich, ich dagegen weiß von ein paar von euch nicht einmal, dass ihr existiert.

Kaum fair, oder?

Also dachte ich, wir drehen den Spieß zur Feier des Tages ein wenig um: erzählt mir von euch. Einen Schwank aus eurem Leben, eine Kindheitserinnerung, eine seltsame Angewohnheit, einen versteckten Wunsch – irgendendetwas, das ihr teilen wollt.

Oh hochverehrtes Volk, saget mir: Wer seid ihr?

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8 Antworten zu Those seasons gone by

  1. sevi schreibt:

    naja, ich bin severin. ich mag filme, hornfarn, und sabotageakte an kindlichen legoseilbahnen. ich hab weder fische noch sonstige lebewesen zu hause. und meine mama glaubt, dass sie mit kochendem würstelwasser das basilikum gießen kann. um rohstoffe und energie zu sparen. ich glaub, sie irrt sich.

    • Sarah Wassermair schreibt:

      Deine Mutter klingt nach einer recht pragmatischen Frau. Oder sie einfach nur wirkliche bedenkliches Basilikum, das gerne heiß badet und Würstel mag. Wobei würstelfressendes Basilikum ganz neue Fragen aufwirft, aber dafür zumindest Anlass für eine wirklich gutes B-Horrormovie sein könnte: „Die Nacht des Basilikums – das Pesto würzt zurück!“

      • sevi schreibt:

        selbst wenn das basilikum ganze menschenscharen auffressen könnte, meine mutter würde es unabsichtlich über nacht eingehen lassen.

  2. Jürgen Geißelbrecht schreibt:

    Eine Schande, dass noch 2 Tage nach dem Aufruf nur ein einziges Statement gekommen ist. Oder liegt es daran, dass sich angesichts eklatanter sprachlicher Überlegenheit Sarahs keiner getraut etwas zu posten? Ich riskiere es mich zu blamieren und schreibe über „Pythagoras und ein Geisterhaus“.
    Da ich (45 Jahre, übergewichtig) mehr Sport treiben sollte, dies im Sommer (Lehrer!) zeitlich auch auf die Reihe kriege, sitze ich des öfteren auf dem Fahrrad. Meine Lieblingsstrecke ist der Rundkurs Eferding-Aschach-Hartkirchen-Hilkering-Pupping-Hinzenbach-Eferding. (Wer von diesen Orten noch nichts gehört hat, versäumt nichts. Aber immerhin hat Eferding das drittälteste Stadtrecht Österreichs, und noch heute fragt man sich, wodurch es gerechtfertigt war bzw. ist.) Ich nenne sie die pythagoreische Strecke, weil laut Google Maps die erste Etappe (bis zum Moser in Aschach) 3² = 9 km und die umwegreiche Rückreise 4² = 16 km beträgt, insgesamt also 5² = 25 km.
    Nach dem Cafe Moser kommt ein flacher Anstieg (andere als flache Anstiege sind im Eferdinger Becken nicht möglich), der unmittelbar bei einem der ältesten Häuser Aschachs vorbeiführt. In diesem Haus wohnt(e) die werte Inhaberin dieses Blogs. Zwar prangt das Arztschild auf einer riesigen Eingangstür, zwar sind keine eklatanten Verfallserscheinungen am Haus erkennbar, aber noch nie – NIE! – habe ich während der 20 Sekunden des Vorbeifahrens auch nur ein einziges Lebenszeichen in Haus, Vorplatz oder Garten gesehen, nicht einmal die Tür zur Arztpraxis wollte sich ein einziges Mal öffnen – und dabei fahre ich meine Liebligsstrecke ein bis zwei Mal in der Woche (naja, wenn terminlich heiß hergeht, ein bis zweimal pro Monat). Da muss man sich natürlich schon etwas dabei denken. Ich stelle mir vor:
    Dr. Wassermair (Vater) passiert es regelmäßig, dass er anstatt seiner Patienten sich selbst hypnotisiert und erst von Dr. Wassermair (Mutter) aufgeweckt wird, die erst spät aus der Gemeinderatssitzung zurückkehrt, in der sie verzweifelt und vergeblich versucht hat die Auflösung der Aschacher Volksschule (oder war es die Hauptschule) zu verhindern.
    J. Wassermair (Bruder) hat sich im Keller verschanzt um seinen kaum legalen physikalisch-chemischen Experimenten nachzugehen, die erst um ca. 20 Uhr mit einem lauten Knall zu Ende gehen, der wiederum M. Wassermair (Bruder) aus dem verdienten Erholungsschlaf (von vorabendigen bzw. -nächtigen Festln) reißt.
    S. Wassermair (einzige Schwester dieser Brüder) ist sowieso nie zu Hause und wenn, dann ganz geheim, damit sie mir nicht über den Weg läuft und ich sie an die immer noch nicht zugeschickte DVD ihres ersten (?) Films erinnern könnte.
    Die bedauernswerten, im Verlies (3. Untergeschoss) dahinsiechenden Kreaturen, die als menschliche Versuchskaninchen dienen (irgendwoher muss Sarah ja die Ideen für ihre Drehbücher herhaben und an irgendjemandem muss man ja die neuesten Hypnosetechniken, feurige Poltikerreden, elektrische Generatoren und Partywitze ausprobieren), können sich natürlich weder optisch noch akustisch bemerkbar machen.
    Als ich mit meinem Simplon-Fahrrad die Anhöhe beim Pichler erklommen habe, wird mir bewusst, dass mir im Delirium die Fantasie durchgegangen ist. Michi würde nie Partywitze an wehrlosen Unschuldigen ausprobieren!

    • Sarah Wassermair schreibt:

      Dear, du hast bei den meisten Dingen absolut recht, um nicht zu sagen: ich habe dich schwerstens im Verdacht, Kameras bei uns im Haus installiert zu haben. In einer Sache irrst du dich allerdings gewaltig – niemals würden wir Mamas politische Gefangene mit dem Rest der Versuchskaninchen im 3. Untergeschoss gemeinsam aufbewahren. Denn, seien wir uns ehrlich, um ordentliches Drehbuchmaterial oder auch nur Hypnoseversuchskaninchen zu sein, braucht es zumindest einen grundstock an Intelligenz, den du in der hiesigen Gemeindepolitik im rechten Lager einfach nicht voraussetzen kannst. Folglich gibt es noch eine kleine Zelle im Dachboden, wo Mama einsperren kann, wen oder was ihr gerade beliebt.

  3. Razorback schreibt:

    Ich bin Razorback. Der Name leitet sich von meinem chinesischen Sternzeichen ab, klingt aber einfach cooler als Metallschwein. Wer wissen will, wie ich wirklich heisse, kann das leicht herausfinden.

    Ich bin 40 Jahre alt, männlich, Deutscher, Familienvater, schreibe Romane, Kurzgeschichten, Drehbücher, manchmal Songtext und sehr selten Haiku. Während ich dies schreibe höre ich Musik von PJ Harvey, es könnte aber auch etwas von Nick Cave sein, Leonard Cohen, Johnny Cash, Calexico, Musik aus den 80ern oder ein bisschen Old School Psychobilly. Zum Beispiel. Ich liebe Filme, lese gerne, spiele ganz gut Poker und ganz schlecht Schach. Wenn ich nicht in unserer Wohnung herumlungere trifft man mich vielleicht in einem Schwimmbad wo ich aber, weil stark kurzsichtig und auf das Schwimmen konzentriert, selbst gut Familienmitglieder nicht erkenne. Oder, noch wahrscheinlicher, ich sitze in meinem Auto und fahre von irgendwo wo ich gerade eines meiner Kinder hingebracht habe zu einem anderen Ort, wo ich ein anderes abhole.

    In den 40 Jahren habe ich schon viele sehr alltägliche Dinge getan und viele sehr außergewöhnliche, wie die Zeit es so mit sich bringt. Darüber gibt es natürlich eine Menge Geschichten zu erzählen, aber das mache ich lieber von Angesicht zu Angesicht. Lieber noch als meine Geschichten zu erzählen höre ich die von anderen.

    Sarah, unsere bezaubernde Gastgeberin, habe ich Anfang der 2000er Jahre in einem Literaturforum kennengelernt, als dichtendes Küken von krachendem Talent und scharfem Witz. Das Kükentum ist Geschichte, das krachende Talent wendet sie nun gottlob auch auf Prosa und Drama an. Da uns das große Niemandsland zwischen Preussen und Österreich trennt sehen wir uns leider viel zu selten. Von daher kenne ich von den zahlreichen Protagonistinnen und Protagonisten dieses Blogs nur ihre Mutter persönlich. Einige der anderen würde ich gerne mal kennen lernen, wobei ich vor ihren Brüdern ein wenig Angst habe. Aber die hätte ich vor Sarah auch, wenn sie nicht zufällig so eine gute Freundin wäre. 😉

    • Sarah Wassermair schreibt:

      :-*

      Was der Herr Razor nicht erwähnt, ist, dass er außerdem an meinem gesamten momentanen Berufsleben nicht geringfügig beteiligt war.

      Frühjahr 2006, in einem Chat…
      Ich: „Raaaazor, ich hab keine Ahnung, was ich studieren soll! Bei Publizistik müsst ich dann nacher entweder ehrlich sein oder für die Kronenzeitung schreiben und eine Studienrichtung ‚Master des Teetrinkertums‘ gibt es nicht! Oh Pein! Oh Not!“
      Razor: „Wie wär’s mit Drehbuch?“
      Ich: „Das kann man STUDIEREN?“

      Worauf ich am nächsten Tag eine mail von razor bekam, in der er sämtliche Drehbuchstudiengänge des deutschen Sprachraums aufgelistet hatte, sortiert nach Kriterien wie Studiengebühren, entfernung von meinem bisherigen Wohnort, Aufnahmegebühren, und Qualifikation der Lehrenden. Und wenn das nicht alles darüber sagt, warum es eine schon fast lächerlich gute Idee ist, mit dem Mann befreundet zu sein, dann weiß ich auch nicht mehr.

  4. Razorback schreibt:

    Na ja, wäre doch eine Tragödie gewesen, wenn noch ein Verstand, der zum Geschichtenerzählen gemacht ist, an den Journalismus verschwendet worden wäre. Und ich bin immer noch der Meinung, dass das reiner Egoismus meinerseits war. Ich MAG halt gute Filme. ;-*

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