Von Kelten, Wein und Schmetterlingen

Freunde, ich müsst mir heute eventuelle Rechtschreib- und Grammatikfehler nachsehen, es könnte eventuell sein, dass ich schon anderthalb Achtel exzellenten französischen Rotweins konsumiert habe.* Und dieser Rotwein fühlt sich besonders wohl, weil er zu Hause ist, nämlich im Burgund. Und Burgund, lasst euch das gesagt sein, ist eine entzückende Gegend, auch wenn ihre Keltologieausstellungen ein wenig dürftig sind. (Aka: eine Stunde anfahrt und dann ist der großteil des Museums gesperrt und wir stehen ein bisserl ratlos vor drei Brozefibeln und einer Tonscherbe und versuchen, ehrfürchtig dreinzuschauen. O-Ton Bruder: „Wenn der Museumsshop mehr zu bieten hat als das Museum, dann ist was faul.“)

Trotzdem, oh freunde, habe ich in den letzten paar Tagen schon ein paar faszinierende Dinge gelernt, die ich euch nicht vorenthalten will.

a) Die Gerüchte über die französische Küche, die angeblich ach so genial sein soll? Komplett wahr. Zumindest in Burgund. Komme grad von einem Abendessen, dass mich fast mit meinem unfreiwilligen Ex-Vegetariertum versöhnt hat: Lachstartar mit Ingwer, Entenbrust auf Oliven und Todestrompeten** mit Bandnudeln und Kartoffelsoufflet und gesüßter Tomaten-Basilikum-Schaum zum Dessert.*** Und den erwähnten anderthalb Gläsern Wein.

b) Daguerre war mitnichten der allererste Fotograpf, sondern ein fieser Fiesling, der einen Herren mit dem unglücklichen Namen Niepce vertraglich schwer übers Ohr gehaut hat, welcher tatsächlich das erste Foto der Welt gemacht hat. Behauptet zumindest das Niepc-Museum und wer bin ich, dem zu wiedersprechen.

c) Auch wenn man sich drüber ärgert, wie lange die Ehefrau braucht, um endlich ihren Koffer fertig gepackt zu haben, man sollte trotzdem NIEMALS in der Ungeduld einen Herzinfarkt simulieren. Vor allem nicht, wenn man, wie der Vater, Notarzt ist und drum sehr glaubhaft einen Herzinfarkt nachmachen kann. Die Mutter war danach ernstlich vergrämt und verbat sich ein da capo.

d) Wenn man schon so schlau ist, Fotoapparat und Laptop mitzunehmen, sollte man vielleicht auch noch an das Kabel denken, das die beiden verbindet. Wenn ich nur marginal schlauer wäre, als ich in Wirklichkeit bin, könnt ich euch jetzt nämlich zeigen, in was für einem famos seltsamen, ganz in grün gehaltenen Hotelzimmer ich gerade sitze – und den scharlachroten Schmetterling, der grad des Kontrastes willen über die Decke marschiert.

Nacht allerseits.

*Ähm… jupp, ich vertrage, wie schon öfter erwähnt, legendär wenig. Es ist gelegentlich schon leuten gelungen, mich mit einer Flasche Mineralwasser abzufüllen.

**No na ned hab ich das Gericht nur nach dem Pilznamen ausgesucht. Man kann nicht etwas namens ‚Todestrompeten‘ auf die Speisekarte setzen und erwarten, dass ich es NICHT bestelle.

***Klingt pervers, ist genial.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Von Kelten, Wein und Schmetterlingen

  1. frl. e schreibt:

    kauf da an usb-cardreader..bekommst sicher auch en france..kost vl. 10 euro…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.