Fekterei, ei, ei, ei

Weil ich nicht weiß, ob ihr alle auch die Kommentare in diesem Blog lest (was sich grundsätzlich lohnt, weil ihr allesamt clevere Leute seid und clevere Dinge sagt) und ich euch unter keinen Umständen Razors Geschichtsanalyse für Frau Fekter vorenthalten möchte, poste ich sie hier noch einmal auf der Startseite:

Ich bin, ehrlich gesagt, fasziniert. Ich wusste nicht, dass man soviel Geschichtsklitterei in so wenig Text unterbringen kann. Schauen wir uns doch nur mal den Schluss an:

„So etwas hatten wir schon einmal, damals verbrämt gegen die Juden, aber damals waren ähnliche Gruppierungen gemeint. Es hat das zweimal in einem Krieg geendet.“

1.) Das war nicht verbrämt gegen die Juden, die Juden waren gemeint. Und zwar alle. Es war ja nicht so, dass nur die Reichen ermordet worden wären. Wo immer möglich haben die Täter den Mord auch zur Bereicherung genutzt, das stimmt. Aber wenn nur Mord möglich war, kein Raub, dann wurde eben nur gemordet.

2.) Der Judenmord war auch keine Sozialneidgeschichte, sonder reiner Rassismus. Dass die Juden keine „Rasse“ sind, sondern eine Religionsgemeinschaft spielt dabei keine Rolle, die Nazis hatten sie zur Rasse erklärt und als solche behandelt. Wenn man in den kruden hitlerschen Irrsinn mühsam eine Schneise schlagen möchte um irgendeine Ideologie frei zu schneiden, landet man nach allen Quellen bei seiner seltsamen Idee der Weltherrschaft durch Züchtung irgendwelcher Herrenmenschen. Logisch und durchdacht ist das alles nicht und vermutlich sowieso nur eine künstlich versuchte Rationalisierung seines pathologischen Judenhasses, aber soviel ist mal klar: Ob der Jude Banker war oder Bettler, das war ihm herzlich egal.

3.) Die Dame schürt natürlich mit ihrem dummen Spruch das antisemitische Klischee des Geldjuden. Aber ihr ist vermutlich nicht klar, dass das ein Klischee ist.

4.) Vollends putzig ist der letzte Satz. Gemeint sind, unterstelle ich mal, die beiden Weltkriege. Was war deren Ursache also? Hass auf Banker? Hass auf Juden? Klar, die schwarze Hand hat den Erzherzog erschossen, weil er ja ein berühmter Banker war. Die Österreicher haben daraufhin mobil gemacht, weil sie mit den Juden in Belgrad abrechnen wollten. Das ganze ging dann aber eben höllisch in die Binsen, weil der Schlieffenplan vorsah, erstmal die Börse in Paris auszuschalten. Oder… äh…
Und der Zweite? Moment… ach ja, das war so eine Mischung aus Revisionskrieg gegen den von den Weisen von Zion diktierten Vertrag von Versailles und dem Versuch, Banken im Osten zu kolonisieren. Ja… doch… klingt sehr logisch.

Und übrigens habe ich herausgefunden, wer Eure Finanzministerin WIRKLICH ist:

http://www.imdb.de/media/rm2617743360/ch0001035

Wahrlich.

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