Von Träumen und Koreanern

Heute nacht war mein Unterbewusstsein definitiv auf Politthriller eingestellt. Woher das kommt, weiß ich auch nicht – das letzte, was ich vor dem Einschlafen gelesen hab, war ein Essay über den Gebrauch des Adjektivs in der Literatur des 19. Jahrhunderts, also daran wirds wohl nicht gelegen sein.

Traum-Sarah war auf jeden Fall internationale Verhandlerin, die Nordkorea dazu überreden sollte, einen Gefangenen herauszurücken. Nach wochenlangem Tauziehen bekommen wir ihn dann auch – allerdings in einem Sarg. Uns bleibt nichts anderes übrig, als den Toten zähneknirschend ins Flugzeug zu laden und heimzufliegen. Transportiert wird die Leiche einfach im ungeheizten Laderaum, wo es schön kühl wird.
Als wir aber in Österreich landen, hat sich der Ausdruck des Toten verändert – vorher hat er friedvoll gewirkt, jetzt ist sein Gesicht zu einer grauenerfüllten Fratze gefroren. In seiner Kleidung finden wir einen kleinen Zettel, auf dem einige Zeilen auf Koreanisch finden. Der eilig hinzugeholte Übersetzer liest uns folgendes vor: „Als wir ihnen den Mann übergeben haben, hat er noch gelebt und war nur unter Drogen. Er dürfte während des Fluges aufgewacht und in Ihrem Laderaum erfroren sein. Herzlichen Dank dafür, dass Sie somit die Hinrichtung für uns übernommen haben. Bussi, euer Kim Jong.“

Holla die Waldfee. Dagegen war der Traum gleich im Anschluss, in dem mich eine wahnsinnige Putzfrau mit Geheimdienstverbindungen mit einem Ziegelstein erschlagen will und die ich dann anhand ihrer Turnschuhe überführe, nachgerade harmlos.

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2 Antworten zu Von Träumen und Koreanern

  1. Razorback schreibt:

    Lass uns bei Gelegenheit mal über Träume reden. Ich habe da was in Petto, dass selbst diese (großartige)-Unterbewußtsein-Geschichte schlägt. Ich muss jetzt mal recherchieren, ob eine bestimmte Person noch lebt, nur um meines Seelenfriedens willen…

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Ned groß andeuten – erzählen! Natürlich nicht hier öffentlich, aber wofür hat die Welt denn so wundersame Dinge wie kn und mail erfunden ? (Ich hatte dafür gestern nacht wieder mal einen meiner bewährten Zombiekalypseträume, allerdings ausnahmsweise mal einer von der gruseligen Sorte. Auch sehr nett.)

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