Von Träumern und potentiellen Dimensionslöchern

First order of business: wenn sich euer Herz nach einem zünftigen Krimi sehnt (und ich weiß, dass es das tut), wenn eure ganze Sehnsucht einer Geschichte um böse Träume, vielleicht gestörte Wissenschaftler und ganz sicher gestörte IRA-Mädels gilt, nun, wahrlich, dann ist heute euer Glückstag. Razors (aka Michael Schreckenbergs) neuer Roman „Die Träumer“ ist grad herausgekommen, hat ein wunderhübsches Cover, einen ziemlich bösartigen Inhalt und ist allgemein famos. Husch, husch, zum Buchhändler eurer Wahl, liebe Freunde, ab mit euch.

In other news: Wir haben heute damit verbracht, das Set für unseren neusten Kurzfilmwahnsinn „Zwei“ herzurichten. Das ist eine ganz wunderbare alte Wohnung, die nur den winzigen Nachteil hat, ein ganz, gaaanz klein wenig vermüllt zu sein. Der Deal? Wir räumen aus, dafür dürfen wir dort drehen.

Zuerst sind nur Jacob, ich, die Ausstatterin und eine Ausstattungs-helferin am Werken, als nach zwei Stunden Jacobs Herzensdame (unsere sehr verehrte Produzentin, in diesem Fall) dazustößt, lautet der Groll’sche Lagebericht folgendermaßen: „Also, die Nina sortiert dort hinten Zeitungen von 1995 bis heute, die Christine räumt die CDs, Kasetten Schallplatten, und Tonbänder weg, ich hab mich grad geweigert, eine Packung Safran aus 2001 wegzuwerfen und die Sarah ist mittlereile überzeugt, dass der Schrank dort hinten einen Pakt mit der Hölle hat.“
„Oder ein Tor nach Narnia!“, brülle ich aus besagtem Schrank und atmet dabei eine Wagenladung staub ein: „Und wahrscheinlich ein Dimensionsloch. Und ich hab grad GESEHEN, wie das Teeservice dort hinten nachgewachsen ist!“
Jacob: „Selber schuld. Du hast Spitzendeckchen geschrieben – du weißt, wie so was in Wiener Wohnungen passiert.“

Im Endeffekt haben wir fünf Stunden gebraucht, und noch immer stehen mehr Kisten herum und stapeln sich mehr Zeitungsstapel, als uns lieb wäre. Kriegen wir auch noch in.

Und dann heißt es, das Künstlerleben ist glamourös.

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2 Antworten zu Von Träumern und potentiellen Dimensionslöchern

  1. Razorback schreibt:

    Oh, gerade erst gesehen, danke. 🙂 Ich glaube auch, dass mir die Träumer einigermaßen gelungen sind. Ich bin im Moment in der zweiten Nachschreibphase:
    Phase I: „Oh Gott, was habe ich da für einen schauerlichen Mist geschrieben, das kann ich doch niemals an den Verlag… verdammt, zu spät.“
    Phase II: „Hmmm… liest sich ja doch ganz gut, aber… mein Gott das ist doch falsch. Und das auch. Und das, und das… wieso habe ich das nicht gemerkt? WIESO HAT MEIN VERDAMMTER LEKTOR DAS NICHT GEMERKT??!!! Oder… Moment… ist ja doch logisch. Puh.“
    Phase III: „Boah, wie hängt mir das zum Halse raus. Wer soll diese langweilige Scheiße denn lesen?“
    Phase IV: „Wieso gefällt denen das?“
    Phase V: „Na ja… es ist nicht perfekt, aber ganz unterhaltsam. Den Leuten scheint’s zu gefallen. Ich schreib noch eins. Ein Besseres!
    Phase VI: Ja, ich bin der Autor. Huldigt mir!
    Phase VII: Hmjaja, hab ich mal geschrieben. Aber kennst Du schon mein Neues? 😀

  2. Razorback schreibt:

    Und wieso mobbst Du Chloe? Gut, die hat ein paar Kindheitsverwundungen, aber sie setzt sie doch konstruktiv und kreativ um.

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