Keks?

Den Tag am Set verbracht und bei den Kurzfilmwahnsinn-Proben zugeschaut. Ein Autor am Set zu sein, ist ja an sich schon eine sehr dankbare Aufgabe – keiner erwartet irgendwas von dir, du kannst in Ruhe mit der Garderobenfrau oder der Maskendame oder sonst jemanden plauden*, und rund um dich herum reißen sich alle den A… Allerwertesten auf, um irgendetwas real zu machen, was du dir mal vor Monaten aus den Fingern gesaugt hast. Sehr, sehr unterhaltsam.

Autor am Set, der noch dazu das Catering macht, ist sogar noch besser, weil ich da meine Oma-Leute-Füttern-Gene ausleben kann und alle fünf Minuten einen Teller unter die Nase halten und hoffnungsvoll: „Muffin?** Keks? Tee?“ sagen kann.

*im übrigen genau die Betätigung, bei der ich dereinst auf einer windigen Donaubrücke das Fräulein Brigitte kennengelernt habe, wofür ich dem damaligen Kurzfilmprojekt bis heute aufs höchste dankbar bin

**Die Muffins fanden im übrigen sogar Verbreitung über das Set hinaus, weil eine Frau, die zwei Backbleche mit Zwiebelkuchen und eine Kiste sechzig Muffins auf dem Kopf balanciert in der Wiener U-Bahn anscheinend aufsehen erregt. Und wenn einen ein kleines Kind mit großen Augen anschaut und „Ooooh, ist da Kuchen drin?“ fragt, dann sagt man auch nicht: „Ja, Kröte, aber nicht für dich!“

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