Von Recherche und Jonestown

Ich arbeite momentan für ein Drehbuch an der Predigt eines Sektenführers und hab drum die letzten Stunden damit verbracht, mir Aufnahmen von den üblichen Verdächtigen anzuhören. Freunde, wahrlich, ich sage euch: das geht an die Nieren. Billy Graham und Konsorten wären ja schon schlimm genug, aber in dem Kontext kommt man eben auch nicht um eines der gruseligsten Tondokumente herum, die das vergangene Jahrhundert zu bieten hat: die letze Predigt von Jim Jones, in dem er seinen Kult zum Selbstmord aufruft. Es ist, besser noch als jede Nazirede, ein ganz grandioses Lehrstück zum Thema Massenpsychologie. Zutiefst grausam, zutiefst faszinierend.

Falls es jemanden interessiert: http://www.youtube.com/watch?v=9FCYg4v9lBE&feature=related

Aber folgt dem link bitte nur dann, wenn ihr wirklich, wirklich sicher seid, dass ihr das hören wollt – man hört die ganze Zeit im Hintergrund das Geschrei der Kinder, die als erste dran waren, den vergifteten Traubensaft zu trinken.

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