http://mobil.derstandard.at/1326504067009/Leserkommentar-Kunst-und-Kaese

„Vielleicht sollten wir also aufhören, uns mit Winzerinnen und Butterstampfern zu vergleichen, und uns eher an PolitikerInnen oder LehrerInnen orientieren. Die müssen für ihre Dienstleistungen auch nicht bei jedem jeweils Profitierenden kassieren, sondern werden für ihren Dienst an der Allgemeinheit mit Steuergeldern bezahlt. Diese Steuern oder Abgaben könnten ja sehr spezifisch dort eingehoben werden, wo unsere Arbeit zum Tragen kommt.“

Darf ich übersetzen: die Dame schlägt vor, Künstler zu Staatsangestellten. Künstler. Angestellt. Vom. Staat.

Muss ich ehrlich anfangen aufzuzählen, auf wie viele Arten das eine schlechte Idee ist?

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Eine Antwort zu

  1. Razorback schreibt:

    Ja… das hat sich ja in der Vergangenheit auch super bewährt. Die Idee hatte so jeder zweite Diktator auch.

    Aber mal ganz abgesehen davon, dass dieser Vorschlag beinhaltet, sich freiwillig in die Arme der Zensur und staatlicher Kunstbürokraten zu begeben: Ungerecht den Nutzern gegenüber ist es außerdem. Im Moment zahlen die Leute für meine Bücher, die sich dafür interessieren. Wer Fantasy, Horror, SciFi oder Krimis nicht mag, oder generell mit Belletristik nichts anfangen kann, muss mir auch kein Geld geben. Richtig so! Wieso sollte mir jemand seine hart erarbeiteten Steuern geben, der mein Zeug gar nicht mag oder sich nicht dafür interessiert?

    Ich will als Künstler frei sein! Ich will so schreiben können, wie ich es will und dann an der Reaktion von Verlagen, Lektoren und Lesern ablesen, ob es für meine Kunst einen Markt gibt, oder nicht. Ich will meine Bücher keinem staatlichen Zensor vorlegen – für den, und nur für den – ich dann also schreibe, damit er mir die Steuergelder von Menschen zuteilt, die sich dagegen nicht wehren können.

    Vom Staat will ich nur, dass er mich vor Leuten schützt, die mir die Früchte meiner Arbeit stehlen wollen.

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