Von Schweigen und einer etwas hinkenden Papstmetapher

Falls sich jemand über meine momentane Schweigsamkeit hier gewundert haben sollte: nup, ich bin nicht von Aliens entführt worden, noch habe ich Aliens entführt und dabei wertvolle Zeit verloren. Und erstaunlicherweise hab ich mich auch nicht dem Untergrundkampf gegen überzogene Preise für tiefgefrorene Mückenfliegenlarven angeschlossen – auch, wenn ich natürlich nichts gegen Leute sagen will, die darin ihre Berufung sehen. Ich bin sicher Mückenfliegenlarvenpreiskampfguerilla ist eine sehr erfüllende Beschäftigung und so.

Wo war ich? Genau. Die letzten paar Wochen. Nun, die Krise war recht alltäglicher Natur: ein Drehbuch, dass sich gegen das Funktionieren gewehrt hat wie der Papst gegen eine Schwulendisko im Petersdom. Störrische Bücher sind ja nun wirklich nichts neues, wenn allerdings der Drehtermin schon feststeht, dann gibt das dem ganzen doch noch einmal einen ganz neuen Reiz. Man kombiniere das damit, dass der Groll und ich ohnehin schon seit vergangenem Dezember mehr oder weniger ohne Pause durchgearbeitet haben, dann ergibt sich daraus, dass wir momentan nicht ganz so frustrationsresistent sind wie normalerweise. Und ich nicht so blog-plapperbedürftig, weil alle nicht vom Drehbuch aufgesaugte Energie gerade reicht, Tee zu trinken und ins Aquarium zu starren.

Aber wir sind ja nichts, wenn nicht stur. Anfang der Woche haben wir dem Buch eine Augenbinde umgebunden, es in den Wald gefahren und dort mit einem Genickschuss hingerichtet. Völlig neu aufgesetzt, neuer Fall, neue Story, neu durchgeplottet… Wesentlich vielversprechender, auch, wenn die dazu nötige Recherche darin resultiert hat, dass ich jetzt mehr über Nasen weiß, als ich jemals wissen wollte. (Lange Geschichte.)

Bevor wir uns allerdings wieder in die Schlacht stürzen, haben wir beschlossen, dass wir uns ein paar Tage Urlaub bitter verdient haben. Folglich verkrümel ich mich jetzt für ein paar Tage nach Köln, in der vagen Hoffnung, dass ich mein Hirn das letzte Mal bei den Schreckenbergs vergessen hab und es dort noch irgendwo unter ihrem Küchentisch herumliegt. Das würd einiges erklären.

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4 Antworten zu Von Schweigen und einer etwas hinkenden Papstmetapher

  1. Mountfright schreibt:

    Ach das war DEIN Gehirn???? Oh je… Ich dachte… ich wusste nicht das… also, Du bekommst es natürlich wieder… ich muss nur… herrjeh, wie bringe ich das jetzt meiner Kreatur bei?

  2. frl. e schreibt:

    viel spaß in köln 🙂 heißt dann wohl wir sehn uns am wochenende nicht in wien?

  3. Sarah Wassermair schreibt:

    Nope. Das wird sich nicht ganz ausgehen. 😀

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