Menüs und Mücken

Kurze Stippvisite in Wien, um Fische und Gäste zu füttern. Also, weder die Fische mit den Gästen, noch umgekehrt, sondern im Zuge von zwei seperaten Fütterungen.

Die Menüordnung war wie folgt:

Menschen:
1. Räucherforellenmousse
2. Pilzrisotto mit grünem Salat
3. Hausgemachtes Honig-Mandeleis mit marinierten Erdbeeren

Guppies:
1. Mückenfliegenlarven

Erstaunlicherweise scheinen beide Seiten der Meinung zu sein, den besseren Deal gemacht zu haben. Eigentlich hab ich ja momentan nicht wirklich Zeit für Spielereien wie Leute-Bekochen und Ins-Aquarium-Starren, weil dräuender Drehbeginn und so. Aber beide Tätigkeiten haben etwas exzessiv beruhigendes. Das Ins-Aquarium-Starren sowieso, das Leute-Bekochen, weil der Erfolg so schön absehbar ist. Wenn ich mich hinsetze, um eine Szene zu schreiben, dann kann es mir IMMER passieren, dass ich am Ende etwas komplett unbrauchbares vor mir habe – egal, wie simpel sie mir am Anfang erscheint, egal, wie oft ich schon etwas ähnliches geschrieben hab. Wenn ich mich aber beim Kochen ans Rezept halte und halbwegs weiß, was ich tu, dann kann ich fast sicher davon ausgehen, dass das Endergebnis brauchbar ist. Das ist gut für die Nerven. (Außerdem, und das find ich vage bedenklich, bekommt man im Regel für eine gelungene Quiche wesentlich schneller Heiratsanträge als für eine schnittige Expositionsszene. Sagt nichts gutes über die Menschheit, find ich.)

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