Von Schlafwandlern und scharfen Gegenständen

Jacob: „Was heißt, DIE Geschichte hast du nie gepostet?“
Sarah: „Nö, hat sich nie ergeben…“
Jacob: „?“
Sarah: „Die ist ein wenig würdelos.“
Jacob: „Und das hat dich bisher an irgendwas gehindert?“
Sarah: „Point taken.“

Neulich sitzen also der Groll und ich wieder mal im Büro – wenig überraschend, ich weiß – und diskutieren. Ich greife geistesabwesend nach irgendeinem Gegenstand, lass ihn zwischen den Fingern kreisen, wedle damit herum um einen Punkt zu unterstreichen… und stelle fest, dass Jacob plötzlich SEHR still geworden ist. Die Art von Stille, mit der man Schlafwandlern auf einem Fensterbrett begegnet, damit man sie nicht erschreckt und zum Absturz bringt.

Jacob: „Nicht ernsthaft, oder?“
Sarah: „Was?“
Jacob: „Möchtest du mir das geben?“
Sarah: „Wa – oh…“

Ich folge seinem Blick und stelle fest, dass ich da mitnichten einen Radiergummi oder Bleistift in der Hand habe, sondern ein offenes Stanleymesser, die Klinge direkt an der Haut.

Sarah: „Oha. Da schau her.“
Jacob: „Gib mir das. Jetzt.“

Die nächsten fünf Minuten bringt mein Co-Autor damit zu, sämtliche Messer, Scheren und sonstigen scharfen Gegenstände im Büro einzusammeln und sicher in seiner Schreibtischschublade zu verstauen. Dabei murmelt er die ganze Zeit etwas vor sich hin, dass er bestens drauf vorbereitet ist, mal eigene Kinder zu haben, weil ihn langsam eh nichts mehr schreckt.

Ich find ja, er übertreibt.

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