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Day One: Ten things you want to say to ten different people right now.
Day Two: Nine things about yourself.
Day Three: Eight ways to win your heart.
Day Four: Seven things that cross your mind a lot.
Day Five: Six things you wish you’d never done.

Die Liste ist schwierig – ich hab zwar in meinem Leben viel Blödsinn gebaut*, aber sogar die größten Wahnsinnigkeiten und Katastrophen haben irgendwie dazu geführt, dass ich momentan an dem Punkt im Leben bin, an dem ich eben grad bin. Und den mag ich ausgesprochen, denn er enthält grandiose Leute und den besten Job des Planeten und angemessen Tee. Es gibt also wenig Dinge, die ich bereue – allerdings etliche, die mir bitter leid tun.

Also, Dinge, die ich ändern würd, wenn ich könnt…

1. Ich war jahrelang eine verdammt fiese großes Schwester. Brüderchen Jo ist ja bekanntlich Legastheniker, was- no na ned – zur Folge hatte, dass er während unserer Kindheit den größeren Teil der elterlichen Aufmerksamkeit bekommen hat. Im Nachhinein völlig logisch und vernünftig – nur war Klein-Sarah eben bitter eifersüchtig und hat ihn das auch spüren lassen. Bis heute entschuldige ich mich in regelmäßigen Abständen für einige von den Dingen, die ich damals zu ihm gesagt hab.

2. Ich hätt zu einem bestimmten Zeitpunkt aus einer bestimmten U-Bahn aussteigen sollen und mit jemandem einen Kaffee trinken gehen, der mich darum gebeten hatte. Nicht, dass daraus was entstanden wäre – aber zumindest würd ich mich nicht heute noch fragen, worüber wir uns wohl unterhalten hätten.

3. Als Kinder wollten wir unbedingt ein Meerschweinchen. Wir haben eines bekommen, unter der Bedingung, dass wir uns gut darum kümmern und den Käfig regelmäßig misten. No na ned haben wir nach einem halben Jahr das Interesse weitgehend verloren und uns des Meerschweinchens und des zugehörigen Käfigs nur unter Druck und Drohungen angenommen. Wenn es nicht ein psychologisch angeknackstes Kaninchen als Liebhaber gehabt hätt, wär das arme Tier wahrscheinlich an Langeweile gestorben, so hat es relativ lang gelebt – aber eben nicht in dem Luxus, der einer gutmütigen Kreatur wie Kiki eigentlich zugestanden hätte.

4. Wenn wir schon bei Haustier-Reue sind: letztes Jahr im November hab ich meine Katze Rhea beim Tierarzt abgeliefert, weil sie wegen einem Tumor operiert werden musste. Ich hab sie beim Tierarzt in einen Käfig verfrachtet, hab versucht, ihrem vorwurfsvollen Blick auszuweichen, bin zur Tür. Hatte dort den Impuls, mich noch einmal umzudrehen, sie noch ein letztes Mal in den Arm zu nehmen. Ich habs nicht getan, weil ich Angst hatte, dass ich dann zu Heulen anfange, in coram publico. Sie ist bei der Operation gestorben – ich hätt es tun sollen. Egal, ob ich mich vor allen blamiert hätte, egal, dass meine Katze es nicht verstanden hätte: ich hätt sie noch einmal in den Arm nehmen sollen, ich hätt mich noch einmal von ihr verabschieden sollen, ich hätt ihr noch einmal zuflüstern sollen, dass ich sie lieb hab.

5. Ich hätt vielleicht früher lernen können, dass man über gewisse auch mit dem Ziel diskutieren kann, einfach zu diskutieren und dass die absolute Vernichtung des Gegners nicht immer das Endergebnis sein MUSS (kann, aber nicht muss). Hätte mir im Lauf der Zeit wahrscheinlich einiges an Nerven gespart – und anderen Leuten auch.

6. Ich hätt niemals Natto probieren sollen. Der große kulinarische Fehler meines Lebens.

Day Six: Five people who mean a lot (in no order whatsoever)
Day Seven: Four turn offs.
Day Eight: Three turn ons.
Day Nine: Two smileys that describe your life right now.
Day Ten: One confession.

*man könnt fast sagen: bin fast durchgehend damit beschäftigt, meist mit dem Hintergedanken: „Hm, zumindest eine interessante Anekdote sollt es ergeben.“

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3 Antworten zu 6

  1. brigitte schreibt:

    weißt du eigentlich, dass mich dieses natto nur deinetwegen mittlerweile total interessiert? bisher war ich ja der meinung, dass kulinarische traumata höchstens ein halbes jahr lang anhalten, dann würd mans immer noch nicht in diesem oder den nächsten drei leben wieder essen, aber zumindest nicht mehr auf eben solche „die schlimmsten dinge, die mir je widerfahren sind/ich jemals tat“- listen setzen. aber natto ist, so scheints wirklich SO SCHLIMM.

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Es zieht Schleimfäden! Kein Nahrungsmittel des PLANETEN sollte Schleimfäden ziehen! Nicht mal Schnecken besitzen die Frechheit, Schleimfäden zu ziehen, sobald sie mal auf dem Teller sind – aber Nattot tut es und ist damit des Teufels!

  3. Pingback: schreckenberglebt: Die Liste der Bekenntnisse – Teil 5 | schreckenbergschreibt

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