Morgendlicher Spaß beim Kieferchirurgen

Wurzelspitzenresektion… auch eine dieser Erfahrungen, wo man herzlichst froh ist um die Erfindung der Betäubungsspritze. Spätestens in dem Moment, in dem jemand mit einer kleinen Knochensäge an deinem Kiefer herumwirkt, ist man wirklich, wirklich dankbar, dass man die Aktion grad nur hört und nicht spürt.

Ansonsten aber eine recht amüsante Angelegenheit. Die Kieferchirurgen-Assistentin war ganz entzückt, weil sie in ihren zwanzig Jahren Arbeitszeit noch nie eine Drehbuchautorin am Stuhl hatten, und mit dem Arzt selber hatte ich folgenden Dialog…

Arzt: „Wie geht’s Ihnen?“
Sarah: „Wunderbar.“
Arzt: „Na, das ist ja schon über Durchschnitt.“
Dann fängt er Einleitungslos an, die gesetzlich vorgeschriebene Patientenaufklärung herunterzurattern.
Arzt: „Also, sie haben jetzt drei Möglichkeiten: sie können das so lassen, wie es ist, bis der Kiefer komplett unter Eiter steht. Sie können den Zahn ziehen lassen. Oder aber wir öffnen die Stelle, entfernen den Eiterherd chirurgisch und hoffen, das es abheilt.“
Sarah: „Option C. Ohne Publikumsjoker.“
Arzt: „Gut. Ich muss sie darauf aufmerksam machen, dass es ein Restrisiko gibt und keine Erfolgsgarantie.“
Sarah: „Wo hat man die schon im Leben?“
Arzt: „Das heißt, sie entscheiden sich trotzdem dafür, diesen Eingriff hier und heute durchführen zu lassen?“
Sarah: „Hab ich das Recht, zu schweigen?“
Arzt: „Während dem Eingriff sicher.“
Sarah: „Deal.“

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3 Antworten zu Morgendlicher Spaß beim Kieferchirurgen

  1. Mountfright schreibt:

    ARGH! Und ich wollte Dir gestern noch Trost und Mut zusprechen, und habe es natürlich vergessen, ich miserable Imitation eines Freundes. Gute und schmerzlose Besserung!

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Glaub mir, die Kurzgeschichte hab ich dringender gebraucht als Trost und Mut – und die ganze Kiste war dann am Ende ja ziemlich harmlos, weil komplett betäubt. 😀

    • Mountfright schreibt:

      Dann ist gut. 😀 Bei mir hat beim letzten Mal die Betäubung nicht viel gebracht, war aber auch eine Extraktion. Und die Worte meiner Zahnärztin (mit rumänischem Akzent zu lesen): „Ah, da hab‘ ich Dich, da kommt er!“ waren mehr wert als jede Betäubung.

      Pfleg Dich!

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