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Day One: Ten things you want to say to ten different people right now.
Day Two: Nine things about yourself.
Day Three: Eight ways to win your heart.
Day Four: Seven things that cross your mind a lot.
Day Five: Six things you wish you’d never done.
Day Six: Five people who mean a lot (in no order whatsoever)
Day Seven: Four turn offs.
Day Eight: Three turn ons.

1. Knochentiefe Gutartigkeit. Keine große Gesten, sondern kleine Akte von Güte, unbeobachtet, fast beiläufig. Ich hab ziemlich getüftelt, um ein Beispiel zu finden, und bin auf folgendes gekommen: ich saß einmal vor ein paar Jahren mit ein paar Bekannten bei Wein und Gespräch und jeder von uns hatte zum Alkohol ein Glas Wasser bestellt. Das Glas von mir und einem zweiten in der Runde war leer, das vom dritten aber nicht. Dieser Dritte hat komplett beiläufig, ohne auch nur seinen Satz zu unterbrechen, sein Wasser gleichmäßig auf alle drei Gläser verteilt. Hätte er auch nur gesagt: „Hey, wollt ihr was von mir? Ich hab noch?“ wär es mir niemals in Erinnerung geblieben. Nicht die Geste selbst war das berührende, sondern die völlige Selbstverständlichkeit, mit der sie passiert ist, Gutartigkeit fast als Reflex.

2. Ein phantastisches Gespräch. Nicht ein gutes, nicht einmal ein hervorragendes Gespräch, sondern eines von der ganz seltenen Sorte, bei dem jede einzelne Hirnzelle auf hochtoure werkelt, mit Ausnahme vielleicht von den paar, die für’s Atmen abkommandiert worden sind*. Es ist egal, worum es dabei geht – Theologie oder Quantenphysik oder Kochrezepte – und in welchem Tonfall es geführt wird, entscheidend ist nur das Gefühl, dass sich gerade der gesamte Verstand räkelt und streckt und den Staub von den Ganglien schüttelt. So ein Gespräch führt man maximal alle paar Jahre und vergisst danach weder die Unterhaltung noch den Gegenüber.

3. Und bevor die Aufzählung zu freundlich wird, von wegen Gutartigkeit und intellektueller Austausch, biete ich statt einem dritten Punkt lieber einen Schwank aus meinem bewegten Leben zu.

Nun trug es sich vor längerer Zeit zu, dass sich auf einer Party ein Herr der Meinung war, den idealen Anmachspruch für Autorinnen gefunden zu haben – und musste den auch gleich unbedingt an irgendjemandem ausprobieren.

Hält-sich-für-Schreiberling: „Sag mal, Frau Autorin – macht es dich eigentlich auch immer so an, wenn du Sexszenen schreibst?
Sarah: „Nö. Nur bei Folterszenen.“

Dazu noch ein kleines, vielsagendes Lächeln, ein kleiner Schritt auf ihn.

Sarah: „Und natürlich bei den Morden. Ich mag die Morde seeehr.“

…und Hält-Sich-für-Schreiberling beschließt plötzlich, doch lieber jemandem anderen auf die Nerven zu gehen. Schade – wenn ihn das NICHT abgeschreckt hätt, dann wär er schon fast wieder interessant geworden.

* und die es dem Rest auf ewig nachtragen werden, dass sie den Spaß verpasst haben

Day Nine: Two smileys that describe your life right now.
Day Ten: One confession.

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Eine Antwort zu 3

  1. Pingback: schreckenberglebt: Die Liste der Bekenntnisse – Teil 8 | schreckenbergschreibt

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