Auswähler, der:

Während es in jedem anständigen Epos mindestens eine/n Auserwählte/n gibt, schweigt sich die betreffende Literatur in der Regel jedoch darüber aus, WER sie ausgewählt hat. Bestenfalls wird noch schamhaft auf irgendeine Gottheit verwiesen (die aber so gut wie nie für eine Stellungnahme zu erreichen ist), normalerweise wird das ganze per Prophezeiung abgewickelt, was den Prozess noch weiter anonymisiert.

Die wenigsten wissen, dass das Auswählen von Auserwählten so gut wie immer einem gewissen Herrn Mag. Grünshübel vom Magistrat 38A1 zufällt, der sich im späten 9. Jahrhundert für diesen Job beworben hat und ihn seitdem nicht mehr losgeworden ist. Herr Mag. Grünshübel ist ein ausgesprochen geduldiger und penibler Mensch und wird nur dann ungehalten, wenn man ihn in seinen Entscheidungen hetzen will.

In seiner Freizeit kocht er gerne und sammelt ausgestopfte Zwerghamster.

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7 Antworten zu Auswähler, der:

  1. Ines schreibt:

    Bitte eine Sitcom mit Herrn Mag. Grünshübel in der Hauptrolle. Beim Mid-Season-Break bekommt er den Auftrag im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit eine Castingshow zu konzipieren, um seiner Magistratsabteilung zu mehr Glanz zu verhelfen (es drohen nämlich Kürzungen). Jetzt hat der Herr Mag. Grünshübel aber einen ziemlichen Stress!

    • Sarah Wassermair schreibt:

      Und was kommt im Finale? Die Straßenschlacht mit der Abteilung 76B3 (‚Brückenregulation und schicksalhafte Wendungen‘)? Das große Liebesdrama mit Fräulein Perwinkler (Zuständigkeitsbereich Besenkammerreinigung)? Die Möglichkeiten, die Möglichkeiten…

      • Ines schreibt:

        SELBSTVERSTÄNDLICH das Liebesdrama. Das Fräulein Perwinkler hat in der Besenkammer nämlich einen Auserwählten versteckt, den der Herr Magister Grünshübel als ordentliche Konkurrenz sieht. Da muss er echt über den eigenen Schatten springen. Was der Herr Magister Grünshübel aber nicht weiß, ist, dass…..

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    … der Auserwählte in Wirklichkeit ein Hochstapler ist, der seine eigene Auserwählung nur vorgetäuscht hat, mithilfe von gefälschten Prophezeihungen und ein paar gezielten Bestechungen. In Wahrheit ist er Elektrofachmann aus Schmieding und zudem Vorsitzender des Kleingartenverreins Hinterwalding-Obernweg…. und er und seine Genossen planen böses!

    • Ines schreibt:

      Jetzt muss der Herr Magister Grünshübel aber zusehen, dass er das Fräulein Perwinkler von seinen guten Absichten überzeugt. Dazu muss er den Hochstapler überführen, was sich aber als schwierig herausstellt, denn das Fräulein Perwinkler mag Begonien, und die hat der Hochstapler im Gegensatz zum Herrn Magister Grünshübel massenweise in seinem Kleingartenverein. Aber der Herr Magister Grünshübel ist nicht auf den Kopf gefallen, und deswegen schmiedet er einen gefinkelten Plan.

      • Sarah Wassermair schreibt:

        Eines Nacht schleicht er nun – listigst als Begonie getarnt – in den Kleingarten des schurkischen Kleingartenvereinisten, bewaffnet mit einer Videokamera. Es gelingt ihm, mehrere Minuten einer schwarzen Messe zu filmen, bei der die Kleingartista den dunklen Gott Begonius beschwören, bevor er jedoch aus Versehen einem Igel auf die Pfote tritt. Der Igel quiekt empört auf, Grünshübel wird entdeckt und muss fliehen.

        Jedoch, die Kleingartenvereinisten sind ihm dicht auf den Fersen, ja, er kann schon ihren faulen Atem im Nacken spüren…

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