The Purge – just don’t

Nur für den Fall, dass jemand ernsthaft in Versuchung kommen könnte, sich ‚The Purge‘ anzuschauen – beispielsweise, weil ihn der Sirenengesang einer interessanten Prämisse lockt, oder eine krankhafte Fixation auf Ethan Hawkes, oder die Klimaanlage im Kino – dann habe ich einen wichtigen Rat: Tut. Es. Nicht.

Ernsthaft. Ich meine, wenn sich die Gruppe einmal im Film aufteilt, um dann einzeln abgeschlachtet zu werden, dann ist das eine Sache. Quasi schon fast eine altehrwürdige Tradition chineastischer Idiotie. Wenn aber gefühlte 50% des Dialogs aus dem Satz „Wir sollten uns aufteilen!“ und engen Verwandten desselben besteht, dann bekomme ich ein unschönes Zucken im linken unteren Augenlid und werde so sarkastisch, dass den Leuten drei Reihen vor mir das Popcorn zu Staub zerfällt.

Nicht, dass das die Aufteilerei einzige todeswürdige Blödheit der Hauptfiguren wäre. Also, es gibt da die eine – EINE! – Nacht im Jahr, in der jedes Verbrechen erlaubt ist und die Lage im Land daher bürgerkriegsähnlich? Und ich gehöre zur reichen Oberschicht mit einer schicken plünderbaren Villa und habe eine hübsche Teenagertochter im heirats- und schändungsfähigen Alter? Und ich komme nicht auf die Idee, a) in dieser Zeit einen Urlaub auf den Bahamas zu machen oder b) wenigstens in ein ordentliches Sicherheitssystem zu investieren? Ich meine, klar, die hatten ein Sicherhheitssystem – und zwar wirklich stabile Fensterläden. Keinen panic room, keine großen bösen Rottweiler, keine Selbstschussanlagen im Garten – STABILE FENSTERLÄDEN! Ich könnt ein Haus mit mit drei Kilo nassem Küchenpapier besser sichern!

Es sagt echt traurige Dinge über einen Film, wenn Sarah und Mother Duck etwa ab Halbzeit nur noch mit dem sadistischen Killer mitfiebern, weil der der einzige vernünftige Mensch in der ganzen Story ist.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu The Purge – just don’t

  1. Mountfright schreibt:

    Danke für die Warnung. Als Gegenleistung kündige ich hiermit die Besprechung des Films an, den ich in guter Tradition mit Freund K. sah. Titel des Werks: „Fett aufs Mett und totale Zerstörung, aber die Frisur sitzt.“ Oder nee, warte mal, der war anders. Ähm… ach ja: „Man of Steel“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.