Der Kater und die Neorealismaus

Nach der heutigen Vorlesung über den italienischen Neorealismus kann ich nun mit quasi akademischer Gewissheit feststellen: deprimierte Nachkriegs-Italiener sind wirklich, wirklich deprimierend. Außerdem war anscheinend jede Form von Happy End, Slightly Happy End oder auch nur Not Absolutely Fucking Depressing End unter der Androhung gräulichster Folter verboten.

Jetzt bin ich grad auf Kurzbesuch in Oberösterreich, weil ich es an den nächsten Wochenenden wahrscheinlich nicht hierher schaffen werde und nicht riskieren wollte, dass der Kater mich komplett vergisst. Ist ein Risiko, weil die ganze Familie komplett bezaubert von ihm ist – sogar Jo, der eigentlich partout keinen Kater mehr wollte – und er von allen Seiten rund um die Uhr betüttelt wird. Er vergilt es, in dem er a) eines der hinreißendsten, neugierigsten Katerchen aller Zeiten ist und b) den Haushalt Mal um Mal vor den Angriffen der hinterlistigen Killer-Klopapierrollen beschützt. Die hätten uns nämlich schon längst gemeuchelt, wenn nicht er da wäre, um heldenhafte Schlachten mit ihnen zu schlagen.

Das einzige Problem ist, dass wir uns noch immer nicht auf einen Namen einigen konnten, mit dem Ergebnis, dass er momentan Salomon ‚Schlomo‘ Oscar Samuel Hotzenplotz Xavier A Coon Star Wassermair heißt, was jetzt nicht gerade leicht von der Zunge geht. Wir suchen noch.

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Eine Antwort zu Der Kater und die Neorealismaus

  1. miss_polkadot schreibt:

    Ah, die bösen, bösen Klopapierrollen. Bei meiner Mama sind es die Wollknäuel – wobei wir uns nicht sicher sind, ob unsere alte Dame sie jagen will, oder ob sie nur zeigen möchte, dass sie auch so schön stricken kann wie meine Mama. Wobei sich ihre Kunstwerke meistens über die halbe Wohnung erstrecken und dabei die Vorzüge diverser Stuhl- und Tischbeine besonders betonen. Und an dieser Stelle muss ich auch kurz von meinem Katzenleid klagen – es handelt sich hierbei auch um die selbe Katze, die mir seit drei Jahren nicht verzeihen will, dass ich ausgezogen bin (ja, was fällt mir auch ein, genieren sollt ich mich), und die jetzt immer wenn ich komme nur im hintersten Winkerl vom Abstellraum sitzt und mich vorwurfsvoll anschaut. Und wenn sie gerade mit wem anderen kuschelt, und ich in die Nähe komme, abhaut, so als ob ich ihr gleich was tun würde. Ich muss sagen, das hilft bei der derzeitigen Katzenstreichelzeitarmut in meinem Leben gar nicht. Das einzige Mal, dass ich im Jahren in ihre Nähe durfte war, als sonst niemand daheim war – weil gar nicht gestreichelt werden, das geht ja auch nicht. Ich muss sagen es ist eine Sauerei.
    Und es tut mir leid, dass ich hier deinen Blog missbrauche um von meinen eigenen Katzenproblemen zu jammern… ich hoffe du verzeihst mir.

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