Es hat durchaus Vorteile, an Thanksgiving eine Österreicherin mit Anglizisten im Freundeskreis zu sein: man kriegt haufenweise Truthahn und Pumpkin Pie und nichts von dem historischen schlechten Gewissen, weil die eigenen Vorfahren Native Americans massakriert haben. (Nicht, dass man als Österreicher arm an historisch schlechtem Gewissen wäre, aber es ist doch nett, dass wir mal an einem Tag nicht den Vogel abgeschossen haben, oder?)

Dafür hab ich heute sehr in der Disziplin Wegen-den-Öffis-überhastig-Aufbrechen-und-Dinge-Vergessen geglänzt: ein Pullover und ein Schal liegen noch in der Wohnung unserer edlen Gastgeberin, dafür sind die Adventkalender für zwei Enten und Fräulein Maria noch in meiner Handtasche. Sehr clever, Sarah, seeehr clever.

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2 Antworten zu

  1. Blamayer schreibt:

    Das schlechte Gewissen hat man auch jenseits des Teichs nicht, hier erklärt man es sich mit einer wohlwollenden Geste der Pilgerväter gegenüber der Eingeborenen – die Gräueltaten kamen später.
    Nichtsdestotrotz wünscht man ein schönes Thanksgiving.

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Fas-zi-nierend.

    „Das Festmahl mit den Sabinern? Oh, das war eine Wohlwollende Geste.“
    „Aber habt ihr nicht ihre Frauen und Töchter….? “
    „Ja, aber erst nach dem Dessert!“

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