Hustehustehusthust

Nope, bin nicht tot und/oder bei einer erfolglosen aber heroischen Nordpolmission verschollen, sondern hab den Großteil der Woche mit Grippe auf der Couch verbracht. Wir lernen: Grippe ist hochgradig doof, moderne Antibiotika dagegen sind eine feine Sache. (edit: wer jetzt durchaus zu Recht darauf hinweisen möchte, dass Grippe viral ist und Antibiotika da herzlich wenig bringen, der werfe bitte einen Blick in die Kommentare.)

Dass ich mich trotz anhaltendem Hust trotzdem nach Wien geschleppt hab, liegt daran, dass ich und die Entchen für heut Abend Karten für die live-Übertragung von Coriolanus hatten, mit Tom Hiddleston in der Titelrolle, Mark Gatiss als Menenius und Deborah Findlay als Volumnia. Der Stoff ist zwar definitiv nicht mein Lieblingsstück* von Shakespeare, aber die Inszenierung hat etwa sehr Schönes, fast… Zerbrechliches daraus geschaffen. Also, alle sind irgendwie zerbrechlich bis auf Volumnia war, aus der Findlay ein fesselndes Urviech mit leuchtenden Augen macht, das man wirklich mit Nachdruck nicht zur Mutter haben will.
Und nachdem die Gloriosität des Theaterabends schon anhand der Besetzung absehbar war, hätt es schon mehr als ein bisschen Husterei gebraucht, um mich fern zu halten. Einen mittelschweren Fall von Lepra vielleicht, und auch dann nur unter Protest.

*also, bis auf die Szene, in der Coriolanus Aufidius trotzig anbietet, dass er ihm die Gurgel durchschneiden darf, wenn er will. Die mocht ich immer schon, aber ich hab halt eine ernsthafte Schwäche für trotzige Gurgelanbietszenen.

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2 Antworten zu Hustehustehusthust

  1. Leonardo schreibt:

    Darf man einer Arzttochter sagen, dass Antibiotika gegen mancherlei helfen, nur nicht gegen Viruserkrankungen, wie es Grippe zu sein pflegt? Aber offenbar beschleunigen Aussichten auf von Shakespeare verarbeitete Gewaltverbrechen die Heilung. Wassermairsche Homöopathie.

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Meine Mutter nannte es, wie Ärzte es so schön tun, einen grippalen Infekt mit bakterieller Superinfektion – also zuerst mal eine Grippe, um die Sarah auszuknocken, und dann Bakterien, die daherkommen und sagen: „Uhhhh… schön… da hat schon wer die Vorarbeit geleistet! Feinfeinfein, in der Lunge, da nisten wir uns ein!“ Und gegen letzteres helfen Antibiotika nun einmal ganz hervorragend.

    Glaub mir, meine Eltern gehören nicht zu den Ärzten, die Antbiotika zum Spaß an der Freud geben.

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