Von Kochbüchern

Disclaimer: am Ende dieses Beitrags gibts ein paar Kochbuchempfehlungen. Wer nur an denen interessiert ist, kann das pseudophilosphische Sarah-erklärt-sich-und-ihre-Psyche davor gerne überspringen. Ich bin nicht böse.

Aaaaaalso…
Eine Freundin und ich (ihr kennt sie in den Kommentaren als Miss Polkadot) haben ein ganz bestimmtes Ritual, wenn wir uns gegenseitig besuchen. Mehr oder weniger Sekunden nach dem Hallo stürzt die jeweilige Gästin zum Kochbuchregal der Gastgeberin, um zu schauen, was sie denn in der Zwischenzeit neues an Schätzen zusammengetragen hat. Die nächsten zehn Minuten ignorieren wir dann alle anderen Leute im Raum, blättern durch diverse dicke Bände und sagen Dinge wie: „Oh, der Heidelbeerspiegel ist da aber eigensinnig!“ und „Auberginen! Ich wär nie auf die Idee gekommen, DA Auberginen dazuzutun! Erleuchtet!“ Zeugen berichten, dass dieses Ritual für Nichteingeweihte relativ verstörend ist, zumal wir es mit wildem Gestikulieren und manisch leuchtenden Augen einhergeht.

Zu behaupten, dass ich gute Kochbücher mag, wäre gleich in vielfacher Hinsicht eine Untertreibung. Ich liebe die Dinger. Es eines der ersten Zeichen, dass es Frühling wird und ich wieder genug Sonnenlicht bekomme, wenn ich Kochbücher kaufe. Und jedes Mal, wenn ich ein neues mit heimbringe, dann ist es gleichzeitig ein Versprechen an mich selbst.

Zum einen: ich werde für mich selber kochen. Das klingt winzig, ist aber ein ziemlich fulminanter Schritt für mich. Ich hab meine Teenagerjahre und einen nicht unbedeutenden Teil meines Erwachsenenlebens in erbitterter Feindschaft mit meinem Körper verbracht, mit meinem Spiegelbild. Wie es dazu gekommen ist – und wie Sarah und Sarah-Körper sich wieder ausgesöhnt haben – ist ein eigener Blogbeitrag, an dem ich aber noch ein wenig tüfteln muss. Belassen wir es also vorläufig bei der Feststellung: dass ich Nahrung und Kochen als etwas Positives betrachten kann, etwas, das nicht mit Selbsthass verbunden ist, dass ich sagen kann: „Jupp, ich bin eine gnadenlose Hedonistin UND ich mag Chutney – lebt damit.“ … das ist für mich keine kleine Sache. Ich glaube nicht, dass ich angemessen zum Ausdruck bringen kann, WIE sehr das kleine kleine Sache ist, also müsst ihr es mir wohl oder übel einfach glauben.
Zum anderen: ich werde für Freunde kochen. Wir werden gemeinsam um meinen Wohnzimmertisch sitzen und essen und lachen und seltsame Geschichten erzählen. Ich werde mir nicht mehr wie früher erlauben, so sehr in meiner Arbeit unterzugehen, dass dafür keine Zeit ist. Keine Zeit für Gespräche und Gelächter und kühlen Wein und Schüsseln mit duftendem Safranreis. Und wenn ich diese Zeit mit Zähnen und Klauen verteidigen muss, wenn ich Leute anschreien und Projekte absagen muss: ich werde Schreiben, aber ich werde nebenher auch leben. Denn das eine geht ohne das andere nicht, so sehr ich auch versucht habe, mir das einzureden.

Weil ich nun erst in einer halben Stunde zur Besprechung los muss, erlaubt mir, ein paar von meinen Lieblingsbüchern in diese Richtung vorzustellen. Wenn ihr eurerseits Empfehlungen habt: nicht schüchtern sein! Lasst hören!

Cinnamon Kitchen von Vivek Singh, Absolute Press
Aus meiner Zeit als Vegetarier sind mir zwei Dinge geblieben: ein hartnäckiger Eisenmangel* und eine innige Liebe zu allem, was die Welt so an Gewürzen und Kräutern zu bieten hat. Letztere Vorliebe hat mich wiederum der Indischen Küche in die Arme getrieben, sowohl der gemüsigen als auch der fleischigen, und mein absolutes Lieblingsbuch dazu ist Cinnamon Kitchen, das ich in einer Buchhandlung in Edinburgh gefunden und trotz schon bemerkenswertem Übergepäck auf der Stelle heimgeschleppt habe.

Aus der Amazon-Rezension: „Cinnamon Kitchen is the sibling of the great Westminster restaurant The Cinnamon Club, where chef Vivek Singh made his name and helped spearhead a new and exciting direction for Indian food. As Executive Chef at Cinnamon Kitchen, Vivek has brought all of his talents to create new and exciting Indian dishes, all with fresh modern twists, and this cookbook is a collection of the very best of them. From Scottish Angus Fillet with Masala Potato Chips to Black Leg Chicken with Fresh Fenugreek, Singh marries ingredients and techniques from around the world with the traditions and flavours of Indian cuisine to create something truly unique and exciting.“

Zwei Caveats hätt ich zu dem Buch allerdings.
Erstens: die Rezepte tendieren eher in die Richtung ‚Aufwändig‘ und sind nichts mal eben für einen schnellen Nachmittagssnack. Zweitens: ich zögere, das Buch irgendjemandem zu empfehlen, der nicht wie ich zum manischen Gewürze-Hamstern neigt, weil so gut wie jedes Rezept mindestens eine Prise von irgendetwas enthält, des man normalerweise nicht standardmäßig neben Salz und Pfeffer im Regal hat.

Die Küche Marokkos von Tess Mallos, DK-Verlag

Mit dem Buch hab ich mich dafür belohnt, den Endspurt der Janus-Deadline überlebt zu haben – und zwar an einem warmen Februartag, an dem ich zum ersten Mal seit Monaten wieder das Gefühl hatte, frei atmen zu können.

Die meisten meiner regelmäßigeren Gäste habe wahrscheinlich schon einmal irgendeine Art von Tajine serviert bekommen und kennen daher schon das eine oder andere Rezept aus diesem Buch. Die Tajine, das ist nordafrikanischer Schmortopf, bei dem die Zutaten bei gemäßigter Hitze viele Stunden Zeit haben, sich näher kennenzulernen und eine Beziehung aufzubauen – das ultimative Slow Food und mir allein wegen der erzwungenen Ruhe bei der Zubereitung sehr sympathisch. Ganz abgesehen vom Geschmurgelten ist das Buch allein schon wegen den Auberginen mit karamelisierten Safranzwiebeln den Kaufpreis wert.

Aphrodite – eine Feier der Sinne, Isabel Allende, Suhrkamp

Ich bin nicht die einzige, die Kochbücher verwendet, um sich selbst wieder klarzumachen, wie hübsch doch eigentlich die Welt ist. Während ich die Dinger aber nur kaufe, schreibt Allende sie gleich selbst. Entstanden nach dem Tod ihrer Tochter Paula, ist es eines der schönsten Bücher über Lebensfreude, Sinnlichkeit und die korrekte Zubereitung von Hähnchen in Mole, die je jemand zu Papier gebracht hat. Außerdem lernt man, dass es wahrscheinlich auf dem ganzen Planeten nichts Essbares gibt, dass nicht schon einmal irgendwann in irgendeiner Kultur als Aphrodisiakum gegolten hat. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und so.

130 Gramm Liebe von Renate Gruber, Brandstätterverlag

Ich liebe meine Mutter ja heiß, innig und überhaupt. Das sei vorgemerkt bevor ich hinzufüge: und außerdem ist meine Mutter einer der stursten Menschen des Planeten. Vor Jahren hatte sie einmal ein Backbuch, aus dem sie einen Kuchen machen wollte. Nur: der Teig hat irgendwie nicht funktioniert und das Ding wurde nicht so wie am Bild. Also hat sie ihn noch ein zweites Mal gebacken. Wieder ungenießbar. Die meisten Menschen hätten spätestens jetzt aufgegeben, nicht aber Mütterlein. Als auch noch der dritte Kuchenanlauf suboptimale Ergebnisse erbracht hat, hat sie den für das Rezept zuständigen Haubenkoch recherchiert, dessen momentanen Arbeitsplatz und hat ihn dort telefonisch aus der Küche geklingelt. Dann hat sie ihn so lange verhört, bis er (wahrscheinlich unter Tränen) zugegeben hat: Ja, Druckfehler im Buch, da fehlt ein Ei. Diese Anekdote erzähl ich zum einen natürlich, weil ich selten eine Gelegenheit auslasse, den Mythos um mein Mütterlein und ihre Abendteuer weiterzuspinnen – zum anderen aber, um auf einen spezifischen Nachteil hinzuweisen, den Back- gegenüber Kochbüchern haben. Denn wenn bei einem Eintopf irgendeine Mengenangabe nicht ganz stimmt, eine Sauce ein wenig zu fahl oder zu süßlich ist, dann kann ich als Köchin noch viel retten. Ich kann abschmecken, kann nachwürzen oder – im schlimmsten Fall – so viel Weißwein drüberschütten, dass der Gast nach zwei Bissen ohnehin zu betrunken ist, um noch irgendwelche Makel zu bemerken. Wenn jedoch das Backwerk missraten und peinlich berührt aus dem Ofen kommt, dann ist in der Regel nicht mehr viel zu machen, höchstens mit einer agressiven Kombination aus Zuckerguss und Flammenwerfer.

Und hier kommt das oben erwähnte Buch mit dem etwas suboptimalen Titel ins Spiel: ich habe selten ein Backbuch besessen, das dermaßen perfekt ist. Wo jede Menge bis aufs Gramm stimmt, wo die Anzahl der Umrührungen angegeben und die Backzeit auf die Minute genau stimmt, um aus dem ohnehin schon gloriosen Teig das Optimum an Fluffig-, Flaumig- und sonstiger -keit herauszuholen. Abgesehen davon, dass ich in einer Art rosiniger Gralssuche durch halb Britannien gehirscht bin, um das perfekte Scones-Rezept zu erlangen, um dann daheim in diesem Buch fündig zu werden.

*bitte, bitte, BITTE keine Empfehlungen von Eisentabletten, alten Hausmitteln und/oder magischen Heilkräutern, die am Fuße des Himalajagebirges von jungfräulichen Lamas im Mondschein gepflückt werden. Ich hab so ziemlich alles ausprobiert, und mein Körper weigert sich nach wie vor, irgendetwas anderes als tierisches Eisen ordentlich zu verarbeiten. Glaubt mir, ich habs versucht.

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11 Antworten zu Von Kochbüchern

  1. miss_polkadot schreibt:

    Nachdem ich ja nicht auf einen Kochbuchbeitrag einfach *nicht* antworten kann (und wenn ich auch noch namentlich erwähnt werde), kommt jetzt mein verspäteter Senf dazu.
    Lieblingskochbücher definitiv zu Lieblingen zu erklären, ist nicht ganz leicht, die ändern sich nämlich immer wieder (wobei sie meistens trotzdem noch weiter gern gehabt werden), aber ich leg dir mal drei meiner derzeitigen Favoriten nahe:

    Nigel Slater: Tender | Gemüse und Tender | Obst, Dumont Verlag
    Es handelt sich hierbei um zwei ziemlich Wälzer, und das Konzept ist eigentlich bestechend einfach: Nigel Slater schreibt hauptsächlich über die Obst- und Gemüsesorten, die er in seinem kleinen Londoner Garten selbst zieht (und das sind erstaunlich viele). Warum die Bücher so super sind (und ihren nicht besonders niedrigen Preis allemal wert sind):
    1. Er schreibt wunderbar. Hier ein kleiner Exkurs: im Normalfall mag ich keine Übersetzungen, weder von Filmen, noch von Büchern.* Bei Kochbüchern tendiere ich aber, wenn es sie gibt (und der Erscheinungstermin bei ganz besonders sehnlich erwarteten Büchern nicht all zu lange nach dem (englischen**) Original ist) doch eher zu deutschen Übersetzungen. Das hat ganz praktische Gründe: Amerikanische Bücher arbeiten sehr oft mit dem mir einfach unerklärbar dummen Cup-System. Ja, es mag im ersten Moment einfacher sein, aber bitte wo bleibt da die Präzision? Auch Angaben wie „1 stick butter“ treiben mich leicht in den Wahnsinn – wie viel wiegt bitte ein „stick“? Und dann die Umrechnerei von Fahrenheit zu Celsius. Oder auch Ounces zum metrischen System. Das sind alles Sachen, die ich mir beim Kochen gerne erspare. Auch bei britischen Büchern ist es nicht unbedingt viel einfacher. Und dann kommt noch dazu, dass die Übersetzer meistens so nett waren und manche schwer erhältliche Zutaten schon mit Alternativen (oder zumindest wo man das bekommen könnte) ergänzt haben, und mir somit auch die Arbeit leichter machen. Daher: Kochbücher gerne übersetzt. Nun zurück: die beiden Bücher von Nigel Slater habe ich mir auf Deutsch gekauft, und bin jetzt fast ein wenig unsicher, ob sie auf Englisch nicht besser wären, einfach weil er so toll schreibt.
    2. Es gibt in jedem Kapitel (also bei jedem Obst/Gemüse) einen Teil zu „xyz im Garten“ und „xyz in der Küche“. Der Garten-Teil ist zwar nicht uninteressant, aber für mich nicht gar so relevant, da gartenlos und Gartenarbeitsverweigererin. Der Küchen-Teil, hingegen, ist ganz wunderbar: kurz und prägnant steht da, was gut womit harmoniert, wie man es am Besten zubereitet, etc. (z.B. weiß ich jetzt, dass Pastinaken trockene Hitze (= Backofen) brauchen um richtig gut zu werden. Und siehe da, auf einmal mag ich Pastinaken.) Und dann kommen die Rezepte. Von ganz einfach bis ziemlich Aufwändig ist da alles dabei. Es sind keine vegetarischen Kochbücher, aber das Obst bzw. Gemüse steht immer irgendwie im Mittelpunkt. Und es gibt im Gemüsebuch auch Nachtische, genauso wie im Obstbuch viele Hauptgerichte enthält, v.a. auch Obst in Kombination mit Fleisch, etc. Und ich hab alles, was ich bis jetzt probiert habe ganz wunderbar gefunden.
    3. Es sind einfach zwei wunderschöne Bücher, von vorne bis hinten. Es steht ein kurzer Text über die verwendete Schriftart drin (Garamond), und warum sie verwendet wird. Hier hat sich jemand viele Gedanken gemacht. Es ist eins von den Büchern in denen ich immer wieder gerne einfach lese, schau was man womit alles machen kann, etc.
    4. Es gibt glaub ich fünf (ziemlich grundverschiedene) Rezepte für Erdäpfelpüree. Und sie funktionieren. Ich hätte nie daran gedacht, Püree mit dem Mixer aufzuschlagen, aber was da an Flaumigkeit zurückkommt – ein Traum.

    Ein kleines Caveat: Er geht sehr genau auf die Charakteristika unterschiedlicher Sorten ein. Allerdings sind das meines Wissens nach alles eher Englische und somit bei uns schwerer erhältliche Sorten – oder sie heißen bei uns anders. Soweit hab ich allerdings dann noch nicht recherchiert. Das ist allerdings wirklich nur ein kleines Problem…

    Und dann:
    Katharina Seiser & Meinrad Neunkirchner, Österreich Vegetarisch, Brandstätter Verlag
    Ich hab ein bisschen gebraucht bis ich über dieses Buch gestolpert bin (und mich entschlossen hab es zu kaufen), aber inzwischen bin ich ganz verliebt. Warum es toll ist:
    1. Es ist eine Sammlung von vegetarischen österreichischen Rezepten, manche schon etwas in Vergessenheit geraten, andere wiederum recht bekannt, aber trotzdem so beschrieben und erklärt, dass die Rezepte wunderbar funktionieren. Was man nicht drin findet sind „adaptierte“ österreichische Klassiker im Sinne von „panieren wir doch mal ein Stück Tofu und servieren es als Schnitzel“.*** Auch wenn man bei der Durchsicht manch einer Speisekarte in österreichischen Gasthäusern nicht glauben kann, dass es auch andere vegetarische österreichische Gerichte als Knödel mit Ei**** gibt, es gibt eine ganze Menge davon (und nicht alles sind Mehlspeisen), vor allem aus Zeiten wo es Fleisch eher als Sonntagsessen und nicht als Alltagsessen gab.
    2. Das Gemüsesuppenrezept ist ausgezeichnet.
    3. Das Buch ist nach fünf Jahreszeiten geordnet: Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Jederzeit. Weil Milch, Mehl, Eier, und ein bisserl Zucker sowie eine Handvoll Rosinen***** für einen Kaiserschmarrn gibt es ja doch zu jeder Jahreszeit – somit ist die Unterteilung in fünf Jahreszeiten vollkommen logisch.
    4. Ich mag die Philosophie der Autorin: Möglichst gute, einfache Zutaten, keine (unnötigen) Aromen, eine praktische Herangehensweise. Ich lese auch gerne ihren Blog auf http://www.esskultur.at, da hab ich schon einige super Rezepte gefunden, und auch sonst ist es ganz spannend.
    5. Auch dieses ist ein sehr schön gemachtes Buch.

    So, nachdem ich jetzt etwas ausgeschweift bin, werde ich mal hier stoppen. Du bist natürlich jederzeit eingeladen besagte Kochbücher bei mir anschauen zu kommen (außer du stolperst schon vorher über sie)!

    * Dass ich selbst immer wieder als Übersetzerin arbeite sei hier jetzt mal unkommentiert.
    ** Ich kann zwar auch andere Sprachen, aber bei Kochbüchern bin ich dann doch eher vorsichtig. Wer weiß, was ich sonst noch produziere…
    ***Nichts gegen Tofu an sich, aber ich halte wenig von „Ersatzprodukten“. Wenn ich Fleisch essen möchte, dann esse ich Fleisch, wenn nicht, dann nicht. Aber Tofuwurst mit haufenweise Aromen etc. damit es so ähnlich schmeckt wie Fleisch finde ich dumm. Wie du weißt, bin ich keine Vegetarierin, aber ich esse relativ wenig Fleisch. Und wenn, dann möchte ich gutes Fleisch haben, wenn möglich eines wo die Tiere anständig gehalten wurde. Auch bei Eiern und Milchprodukten zahl ich gerne etwas mehr und dafür hatten die Tiere kein ganz so elendes Leben wie in einer Tierfabrik.
    **** Auch nichts gegen Knödel mit Ei. Eigentlich sind sie der einzig wahre Grund um überhaupt Knödel zu machen.
    ***** Ich weiß, die sind debattierbar. Ich habe allerdings jahrelang darunter gelitten, dass mein kleiner Bruder keine Rosinen gegessen hat, und ich deswegen auch in meinem Schmarrn keine hatte. Es war furchtbar.

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Ich bin ja jetzt seit Monaten um die Nigel-Slater-Bücher herumgestrichen wie die Katze um den (sündteuren hardcover-) Lachs, seit sich sie bei dir begutachten konnte… aber… nun ja, was soll ich sagen, du hast mich überzeugt. Wenn ich dereinst verarmt in einem Schuhkarton schlafe, aber eng an meine Gemüsebücher gekuschelt, dann bist du verantwortlich. Ich sag’s nur.

    Und was die Rosinen angeht: ich fühle mit dir. Dialog neulich am Telefon…
    Jacob: „Was gibts?“
    Sarah: „Bist du einer von diesen niederträglichtigen, verachtungswürdigen Perversen, die keine Rosinen mögen?“
    Jacob: „Huh?“
    Sarah: „Beantworte die Frage!“
    Jacob: „Du weißt, dass ich ALLES mag.“
    Sarah: „Richtige Antwort.“
    *sarah legt auf*
    *sarah geht in die Küche und macht scones fürs Büro*

  3. miss_polkadot schreibt:

    Hmm, Fotos von uns im Kleinkindalter widerlegen diese These leider…

  4. J. R. Hermes schreibt:

    Kochbücher, hm? Mein Nachbar, in seiner Ausbildung auch eher küchenverortet hasst diese Teile mittlerweile, da jeder (sic!!) bei jeglichem Anlass (sic!!) ein solches als Geschenk mitbrachte. Jetzt ist Ruhe im Karton – manchmal muss man Un-Wünsche klar, laut und langsam kommunizieren.

    Persönlich stehe ich – seitdem ich es bereits 2x getan habe – auf die Bücher von Attila Hildmann, der seine „lebe mal gesund als Veganer“ Theorie in Challenges packt: Halte mal 30 Tage durch und bestaune das Ergebnis. Tatsächlich funktioniert das bei mir ganz gut – zur Reduktion des Winterspecks nach weihnachtlichen Familienschlemmereien sind 30 Tage ohne Fleisch, ohne weißen, raffinierten Zucker, ohne Kohlenhydrate nach 16:00 und der Verzicht auf irgendwas Essbares nach 19:00 ein absoluter Erfolg. Zurück zu den Büchern: das Layout ist toll gemacht, die Rezepte sind manchesmal eigenwillig sortiert (es scheint unterschiedliche Vorgehensweisen in den Ausgaben „Vegan for Fun“, „Vegan for Fit“ und „Vegan for Youth“ zu geben) aber mit wunderbaren Bildern ausgestattet.
    Attila läßt die Gerichte so gut aussehen, dass ein Ausprobieren unerläßlich scheint und damit hat er zumindest mich in der Mausefalle: Das sieht einfach soooo gut aus, muss probieren.

    Wenn du einen Blick mal riskieren magst, Thalia hat die Bücher sowieso und online bei der Amazone gibts den Blick-ins-Buch bei allen drei Ausgaben.

    Cheers
    h.

  5. Sarah Wassermair schreibt:

    Danke für den Tipp – werd gleich mal reinstöbern. Und was den kochbuchgeplagten Nachbarn angeht… kann ich ihm irgendwie nachfühlen. Ich hab mehrere Jahre gebraucht, bis ich nicht mehr zu jedem einzelnen Anlass von mindestens zwei Personen Teetassen geschenkt bekommen hab. 😀

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