Neun

Heute getan…

1. Aufgewacht, weil der Kater vor dem läutenden Telefon gesessen ist und sich mit ihm unterhalten hat. Ernsthaft.
„Riiing!“
„Mroau?“
„Riiiing!“
„Mrrr?“
„Riiing!“
„Mrrrau?“

2. Die letzten Rechtschreibfehler in meiner Uni-Diplomarbeit ausgebessert und das ganze zum Drucken und Binden gebracht. Müsste morgen fertig sein und dann – endlich, endlich, ENDLICH – krieg ich vielleicht den Abschlussprüfungstermin, nach dem ich mich seit März so innig sehne und den ein graus’ges und bürokratisches Schicksal bis jetzt ein ums andere Mal verwehrt hat.

3. Zum ersten Mal in meinem Leben bei der Polizei eine Zeugenaussage gemacht. Fahrerfluchtgeschichte vor anderthalb Wochen, bei der ein Vollintelligenzler es für angebracht befunden hat, mal eben auf einer langen geraden mit Gegenverkehr zu überholen und uns dabei fast von der Straße gedrängt hat. Wir sind mit Schreck und Lackschaden davongekommen, haben es aber im Sinne des Allgemeinwohls für angemessen befunden, Anzeige zu erstatten – die nächsten Nutznieser seiner Fahrkünste haben am Ende weniger Glück als wir. Mama ist dann gleich auf die Polizei, ich hab aber erst heut Aussagen können, weil ich nicht im Land war. Die Aussagerei an sich war ein Erlebnis irgendwie, berichte morgen ausführlicher.

4. Zwei schwarze Kleider erworben. Damit steigt die Anzahl meiner sich aktiv im Dienst befindlichen Kleider auf schwindelerregende, kleiderkastensprengende drei.

5. Aus Versehen in Brennesseln gegriffen und fasziniert zugeschaut, wie meine Hand wie im Zeitraffer innerhalb von fünfzehn Minuten aufgeht wie ein Germteig und dann wieder in sich zusammenrschrumpft. Jetzt ist außer einem leichten Jucken nichts mehr da, aber kurzzeitig war da echt ein beeindruckender Anblick.

7. Sieben Kilometer gelaufen und dann fünf Minuten vor einem Platzregen heimgekommen. Wahrscheinlich das erste und einzige Mal in diesem Jahr, dass das meterologische Timing auf meiner Seite war.

8. Keine einzige verwertbare Zeile geschrieben. Was heißt, dass für mein Hirn alle obigen Punkte null und nichtig sind und ich den Tag in völligem Müßiggang verbracht habe.

9. Dem Hirn erklärt, dass es mich mal kann.

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