Bitte Unterschreiben, danke, gschamster Diener

Bittschön, Leute, wieder mal zum Unterschreiben wär’s:

https://www.openpetition.de/petition/online/familie-hakobyan-muss-bleiben

„Der Vater Lernik Hakobyan war in Armenien zuerst Zeuge einer Wahlfälschung und dann noch einmal durch Zufall Zeuge eines Mordes an einem jungen Arzt durch einen Mafiaboss geworden. Dieses Unrecht wollte er mit Fotos dokumentieren, um es als freier Journalist an die Zeitung weiter zu geben.

(nachzulesen auch in einigen deutschen Zeitungen und im Internet > u.a. haypressnews.wordpress.com/2012/07/10/trauer-und-prostest-vor-der-botschaft-der-republik-armenien/#more-1360).

Von da an waren er und seine Familie massiven Verfolgungen und körperlichen Misshandlungen ausgesetzt. Auch die Kinder konnten die Schule nicht mehr besuchen. Um Ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder zu retten, hat die Familie in großer Eile all ihre Habe Fluchthelfern übergeben, um ihre Heimat verlassen zu können – nachdem Sie bereits ein halbes Jahr im eigenen Land schutzlos auf der Flucht waren.

Dankbar sind sie nun fast zwei Jahre in Bad Ischl und haben sich innerhalb kürzester Zeit ausgezeichnet integriert, Deutschprüfungen abgelegt und viele Freunde gefunden.

(…)

Schon zwei Mal wurde der Asylantrag abgewiesen und die Familie mit Abschiebung bedroht, weil sie angeblich eine Gefahr für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung wäre. Sie hätte sich hier unrechtmäßig Aufenthalt verschafft, daher müsse nötigenfalls mit Staatsgewalt – gegen Kinder und unbescholtene Bürger – eingegriffen werden, so das Asylgericht. Ihre Fluchtgründe wurden ihnen einfach nicht geglaubt;“

Ich kenne die Familie nicht persönlich, aber ich habe ihre Geschichte von relativ glaubwürdiger Quelle bestätigt bekommen. Und abgesehen davon hab ich in anderen* Fällen live miterlebt, welch sorgfältige Überlegung und lange Prüfung dahintersteckt, wenn das österreichische Beamtentum jemanden eine Geschichte ’nicht glaubt‘ – wahrscheinlich hätten die eine unterschriebene und von einem Jursiten beglaubigte Tötungsabsichtserklärung ihrer potentiellen Mörder beibringen müssen, um auch nur in Ansätzen vertrauenswürdig zu sein. Was man eben so dabeihat, wenn man flüchtet.

Ich weiß nicht, ist das mit der Hochgradig-gefährdete-Leute-Abschieberei so ein Hobby der österreichischen Bürokratie? Tauschen die dann irgendwo in ihren Amtsstuben die Todesanzeigen wie Fußballsticker? Gibt’s einen High-Score von In-den-Tod-geschickten und der Gewinner kriegt dann einen Keks?

*Wie beispielsweise damals, als sie den siebenjährigen Neffen von sehr lieben Nachbarn von uns am liebsten an Krebs verrecken lassen, weil wir partout nicht BEWEISEN konnten, dass die Krankenhäuser im ehemaligen Kriegsgebiet Kosovo nicht mit modernster Technik auf hochspezialisierte Chemothearpien ausgerichtet sind und dass der Kleine deswegen ein vorübergehendes Visum nach Österreich braucht.

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