Postkarten aus Kreta, Nr. 2: Besichtigung einer Orthodoxen Kirche

Alle haben sich schon an Ikonen sattgesehen und warten draußen in schwüler Hitze, umgeben von Hibiskusblüten und Eisverkäufern, auf die säumige Mutter. Endlich erscheint sie.

Sarah: „Was hast denn so lange da drin gemacht? Die Heiligenscheine einzeln gezählt?“

Mutter: „Ach, ich hab nur Kerzerl angezündet.“

Sarah: „Für wen denn?“

Mutter: „Eine für die Familie auf Reisen, eine für die Daheimgebliebenen.“

Sarah: „Uhmmm… und wer zählt da als ‚die Daheimgebliebenen‘?“

Mutter: „Der Kater.“

(Addendum: Sie liegt grad auf der Couch und ruminiert, dass sie nicht nur den Kater gemeint hat, sondern dass die Kategorie ‚die Daheimgebliebenen‘ noch einen ganzen Haufen anderer Leute umfasst, die ebenfalls kerzerltechnisch mitgemeint waren. Weiters sorgt die Mutter sich, dass irgendjemand der betreffenden mitlesen und sich segenstechnisch unterbekerzerlt fühlen könnte. Wisset hiermit: dem ist nicht so.)

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