Ich kann wieder mal nicht schlafen*, also erzähl ich euch stattdessen ein Geheimnis, weil mir eben grad danach ist: an den meisten Tagen beinhaltet die Wahl meines Parfums einen kleinen Witz, manchmal bösartig, manchmal komplett harmlos, einfach nur für mich selbst.

Zum Babysitten wähle ich zum Beispiel grundsätzlich eines, das nach Zucker und Lebkuchen duftet – oder wie ein Häuschen aus beidem tief im Wald. Wenn ein Treffen mit einer persona non grata bevorsteht, dann such ich meist eines mit dunklen Mandelnoten aus, für das Zyanid, dass mein Gegenüber leider nicht im Tee hat. Bei anderen ist der Name entscheidend: ‚Dekadence‘ beispielsweise ist für Abende vorbehalten, an denen mir genau danach der Sinn steht** – und ‚Death on a Pale Horse‘ gelegentlich für den darauffolgenden Morgen.

Ja, ich bin leicht zu amüsieren. Ich steh dazu.


*Manchmal denk ich mir schon, dass es wirklich nett sein müsste, einen Körper zu haben, der sich an die gesellschaftlich anerkannten Businesszeiten hält.
**Um genau zu sein, sind bei Dekadence sogar zwei Anspielungen drinnen, einmal im Namen, einmal im Duft. Aber ihr müsst ja nicht alles wissen.

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2 Antworten zu

  1. frl.e schreibt:

    das find ich wunderschön

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