Von Vorhängen

Ich rätsle ja bis heute warum es in der Ordination meiner Frauenärztin einen kleinen Vorhang gibt, hinter dem man sich unbeobachtet ausziehen kann. Die eine Person, DIE einen sehen könnte, die murmelt ohnehin fünf Minuten später Dinge wie: „Ah, da ist ja, Ihr linker Eierstock“ – was die Sittsamkeit davor irgendwie ein winziges bisschen hinfällig macht, find ich.

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Eine Antwort zu Von Vorhängen

  1. Leonardo schreibt:

    Der Akt des Ausziehens (siehe auch Stichwort „Striptease“) erfordert Überwindung.
    Auch wird es wohl so sein, dass man – weil man ja so gut wie nie in Gegenwart anderer Menschen nackt ist (außer man ist passionierter FKK-Strand-Badender) – sich erst wieder nackt von oben bis unten betrachten muss, sich wieder aufs Neue sich in seiner Unvollkommenheit akzeptieren muss. So mit sich selbst ins Reine gekommen, kann man es wagen hinter dem Vorhang hervorzutreten.
    Nackt zu sein, besonders in der professionellen Umgebung einer Arztpraxis, ist weit weniger unangenehm.

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