Von Badewannenkriegern

Gestern, auf facebook…

SARAH: Es gibt so Montage, da federt man förmlich aus dem Bett, in aller Herrgottsfrüh, mit frischer Tatkraft und messerscharfem Verstand alle Widerstände der Welt zu bezwingen, als produktives und geschätztes Mitglied der Gesellschaft.
Und an anderen denkt man sich einfach: „Fuck it, ich bin selbstständig“ und legt sich als erstes eine Stunde in die Badewanne.

RAZOR: Weise! Was in der Badewanne Du beginnst wendet den Tag und das Leben zum Guten!

SARAH: Konfuzius?

RAZOR: Sun Tzu. Die Kunst des Krieges.

SARAH: Ah. Und jetzt hab ich das Bild von einer Heerschar chinesischer Soldaten, ein verzweifeltes letztes Aufgebot, die in ihren treuen Vollblut-Schlachtbadewannen den Abhang hinunterrodeln, dem Feind entgegen, komme, was wolle.

RAZOR: „Wenn der erfahrene Soldat einmal in Bewegung ist läßt er sich nicht verblüffen, wenn er das Lager abgebrochen hat verläuft er sich nicht.“ (Kapitel „Terrain“). Davon, dass er die Badewanne verlassen muss, steht da nichts.

SARAH: Ah… I see. Das heißt, man kann die Badewannenreiter auch nachher an ihren speziellen Narbenmustern erkennen, oder? Alles bis zum Rand ist Geschützt, Gesicht und Schultern aber schauen aus wie Sau. Und wenn dann so ein Krieger in einer Taverne kommt, vernarbt bis eben knapp über die Wasserlinie, dann senken alle ehrfürchtig die Blicke.

RAZOR: Und er duftet dabei angenehm und ist stets sauber, genau. Vom Blut im Wasser mal abgesehen.

SARAH: Ja, aber das Blut verspielt sich. Nichts gegen den Schrecken, den es im feindlichen Heer auslöst, wenn sie morgens früh aus ihren Zelten treten und die Morgenbrise trägt ihnen den Duft von Lavendelölbad zu.

RAZOR: Oder Thymian im Winter – und sie wissen: „Der Feind hustet nicht.“

SARAH: „Herr, Herr, der Feind ist vor den Pforten – und sowas von entspannt!“

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2 Antworten zu Von Badewannenkriegern

  1. Mountfright schreibt:

    Hat Spaß gemacht. 🙂

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Irgendwie muss man sich ja die Zeit vertreiben.

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