Von Milch und Zerissenheit

Draußen schneit es seit Stunden und in meiner Brust ringen zwei Seelen miteinander, zerreißen mich zwei fast übermächtige Imperative zwischen sich.

Dieses, oh Freunde, ist nun die bittere Wahl, vor der ich stehe…

A) Meine Couch ist momentan der einladendste Ort der Welt, ein Shangri-La aus Decken und Wärmeflaschen und noch mehr Decken, und es wäre absolute Idiotie, sie aus irgendeinem Grund zu verlassen. Oder, schlimmer gar: sie zu verlassen und hinaus ins Schneegestöber zu wandern.

B) Ich hab keine Milch mehr für den Tee

Nun, ein barbarischer Barbar aus Barbaristan könnte jetzt vielleicht vorschlagen, doch einfach Grüntee zu trinken, weil es da keine Milch braucht. Diesem Menschen aber sage ich: Edler Sir, Schande über Sie und ihre Vorfahren! Bei diesem Wetter trinkt man Lapsang, und nur Lapsang, und zwar mit Milch!

Es ist ein Dilemma, Freunde. Wirklich.

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6 Antworten zu Von Milch und Zerissenheit

  1. Mountfright schreibt:

    Ich bin sehr an Deinem Wohlergehen interessiert, aber: Wenn man aus dem Schneetreiben in die warme Wohnung heimkehrt, schmeckt ein heißer Tee doppelt gut. 😉

  2. Sarah Wassermair schreibt:

    Wahrlich – dein Rat war gut und weise. ICH HABE MILCH!

  3. Sarah Wassermair schreibt:

    Köstlichen, delikaten, unnachahmlichen, rauchigen, brühend heißen, picksüßen, milchigen Tee.

  4. miss_polkadot schreibt:

    Hmm. Ich trinke nach wie vor nur* Milky Oolong. Und du bist nach wie vor schuld. Inzwischen hab ich sogar einen eigenen nur fürs Büro, weil ohne halt ichs dann auch nicht aus, auch wenn das mit der Wassertemperatur hier sehr pi mal Daumen verläuft, aber was solls. Und die erste Kanne ist natürlich schon leer. So, das war jetzt leicht off-topic, aber ich musste das mal loswerden.

    * Mit einer Ausnahme: Im Tullnerfeld. Das Wasser (= verflüssigter Kalk) dort wäre ein Affront gegen diesen wunderbaren Tee. Und (stilles) Mineralwasser dafür zu nehmen kommt mir dann auch komisch vor (obwohl, ich hab am Samstag gesehen, wie ein Paar beim Merkur in Tulln den Kofferraum komplett voll mit stillem Mineralwasser gepackt hat. Ich versteh sie.). Daher, im Tullnerfeld: Kräutertee. Mit Zitrone. Dann gehts.

    • Sarah Wassermair schreibt:

      Ah… das ist doch eine Verantwortung, die ich gerne schultere. Frohlockend, quasi.

      Und das Problem mit dem kalkigen Wasser kenn ich aus Vorarlberg, im Haus meiner Großmutter – da hast du nachher das Gefühl, du hättest einfach mal quer über die Alpen geleckt. Brrr.

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