Von Scheiterhaufen

Die Österreichische Innenpolitik ist, wie ihr vermutlich mitbekommen habt, grad wieder mal so sehr zum Speiben, dass man sich am liebsten einen zweiten Magen einpflanzen lassen würd, um den Anforderungen gerecht zu werden. Einziger Lichtblick diese Woche war die AUA-Crew, die tatsächlich eine Abschiebung verweigert und damit meinen vehementen Respekt gewonnen hat. Gute Sache das, gute Sache.

Im Gegenzug dazu musste sich dann natürlich die FPÖ-Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein zu Wort melden, die der Meinung ist, man könne solchen Zwischenfälle einfach umgehen – doch einfach Militärflieger zu Abschiebeflugzeugen umbaut. Denn dann, so ihre famose überlegung, können die Flüchtlinge „dort drinnen schreien, so laut sie wollen.“
Bin nicht ganz sicher, ob ihr jemand gesagt hat, wie sehr das nach Serienkiller-Speak klingt, aber wär ihr vermutlich auch egal.
Ich erspar euch das dazugehörige Video (ihr findet es online auf der ZIB-facebookseite, wenn ihr euch das unbedingt antun wollt), weil dieser völlig unverdünnte Hass in ihrer Stimme eure Computerlautsprecher verkleben könnte. Das ist die Art von Stimmlage, die Anfang der Neuzeit verurteilte Hexen in den letzten Minuten ihres Lebens gehört haben, bevor jemand den Scheiterhaufen angezündet hat.

Es ist gruselig, Leute, es ist zu tiefst gruselig – und es wird mehr, seit Jahren mehr. Irgendwelche Vorschläge?

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Eine Antwort zu Von Scheiterhaufen

  1. Mountfright schreibt:

    Nicht aufhören dagegen zu sein, dagegen zu reden, dagegen zu handeln. So wie Du hier in Deinem Blog. Wir haben Anfang der Woche eine Idee von Dir besprochen – halte mich auf dem Laufenden, ich von bin dabei. No pasaran!

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