Von der Umkehr üblicher Zustände

Seit vielen Jahren verkünde ich hier alle paar Monate, dass ich gerade zu Gast beim Herren Schreckenberg weile (aber dass bitte trotzdem niemand in meiner Abwesenheit meine Wohnung ausrauben soll. Primär drum, weil das einzige von echtem Wert vermutlich das Aquarium ist, und wenn der Dieb fünfhundert Kilo Glas und Wasser die Treppe runteschleppt, dann haut er sich die Bandscheiben raus und ich hab am Ende auch noch ein schlechtes Gewissen.)

Dieses Mal aber, oh Freunde kann ich stolz verkünden, dass der Herr Schreckenberg umgekehrt zu Gast bei mir ist. Hat zwölf Jahre gebraucht, bis ich meinen besten Freund mal nach Wien gebracht habe. (Ich würd im Übrigen jetzt erst recht nicht einbrechen, weil es zwar deswegen auch nicht Wertgegenstände in meiner Wohnung gibt, wohl aber einen ausgesprochen kantigen, leicht reizbaren Kampfsportler. Just saying.)

Der Großteil der Tage war bisher sightseeing und Einführung in die Wiener Küche, besonders famos war allerdings, dass wir es echt geschafft haben, die aus Kassel zu Gast seiende Brigitte anzutreffen. Ich versuch seit etwa neun Jahren, die zwei miteinander bekannt zu machen, bisher ist es sich aber irgendwie wegen zu vielen lästigen Kilometern nie ausgegangen. Die zwei haben sich einhellig mit: „Dich gibts ja wirklich!“ begrüßt, was in mir den Verdacht aufkeimen lässt, dass sie wiederum beide unabhängig von einander jahrelang den Verdacht gehegt haben, ich hätte den jeweils anderen erfunden.

Warum ich so etwas tun sollte – und wie ich im Notfall beweisen kann, dass Razor kein angeheuerter Schauspieler ist – blieb bisher aber ungeklärt.

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2 Antworten zu Von der Umkehr üblicher Zustände

  1. Mountfright schreibt:

    Und ich fühle mich hier so zu Hause, dass ich jetzt wohl öfter auftauchen werde. Selbst Schuld. :-* Und ja, Brigitte gibt es echt. Mal sehen, ob das auf MD auch zutrifft… Freue mich schon.

  2. Brigitte schreibt:

    Ach du, die wiederum ist die großartigste Kollektivhalluzination die man sich nur denken kann, da machts gar nix, dass sie halt… nicht ganz real ist. Wirst schon sehen.

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