Ein letzter Film, Longhorns und Klebergate

Der letzte Film auf meiner Liste war eigentlich einer, in den ich nur unter extremstem caveat reingegangen bin, weil die Inhaltsangabe so irrsinnig deprimierend gewirkt hat. Um imdb zu zitieren:

„Paralyzed by his fear of dying, Miles Grissom is offering reward money to the first person who can show him a ghost, an angel, a demon – anything to prove to him that we go on after our deaths. He narrows the responses down to three viable candidates – a scientist, a medium, and a worldly entrepreneur. And along with his protective mother, he embarks on an adventure through Los Angeles that will spiral into an unthinkable nightmare.“

Aber Michael wollt ihn sehen und die Prämisse war ja trotz allem irgendwie interessant, also bin ich eben mitgetrottet, immerzu grummelnd: „Aber ich warn dich, wenn der zu ungut ist, dann geh ich raus.“ Alpträume hab ich auch so genug, ohne, dass ich mir noch künstlich deprimierte Gespenster ins Hirn schaufle. Brauch ich nicht.

Well, the joke’s on me. Denn während ‚We go on‘ zwar in der Tat einige unschöne Momente (wie eine sehr graphische Szene mit einer verwesenden Leiche) hat und dazu noch einige Jump-Scares (ich HASSE Jumpscares, ich komm mir dann immer so manipuliert vor)…. so war es dann in Wahrheit ein unglaublich lebensbejahender, positivier Film. Mit angepissten Gespenstern drin, zugegeben, aber trotzdem. Ich will nicht zu viel Spoilern, aber neben einem wirklich schönen, poetischen Geisterfilm ist der Film noch etwas – eine absolut präzise Allegorie auf das Leben mit einer Angststörung und die Frage, wie man trotzdem lebt, wie man sich nicht von der Angst fressen lässt. Wie man andere davor beschützt. Wunder-, wunderschön.

Der Sonntag war dann filmfrei, dafür gab’s ein Footballspiel. Der männliche Jungsproß des Hauses Schreckenberg spielt in der Defense der U-16 Mannschaft der Langenfeld Longhorns und ich hab extra meinen Heimflug so gelegt, dass ich endlich mal ein Spiel von ihm sehen kann. Michael hatte mir dieses Mal sogar einen dreiseitigen Schummelzettel für die Regeln gemacht, also konnte ich die meiste Zeit beim Zuschauen weise nicken und mir denken: „Okay, ich hab IMMER noch keine Ahnung, was da abgeht. Aber zumindest kann ich nachher nachschlagen, was grad passiert ist.“
Lennis Mannschaft hat gewonnen, möchte ich hinzufügen, vor allem durch eine exzellente Leistung der Defense. Guter Bub.

Jetzt bin ich wieder daheim und hab grad das heute KM-Training wegen Hitze und Kopfweh ausfallen lassen. Stattddessen sitz ich hier, süffle Tee, warte drauf, dass der Zwetschgenfleck im Rohr fertig wird und lese Online-Kommentar zur nächsten Wahlkampfverschiebung*. Man gönnt sich ja sonst nix.

*Was will man dazu noch sagen? Außer, dass Klebergate zwar peinlich ist, aber der einzige wirkliche Skandal immer noch die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes ist, eine rechtmäßige, demokratisch gewonnene Wahl aufzuheben. Aber was reg ich mich auf…

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Eine Antwort zu Ein letzter Film, Longhorns und Klebergate

  1. Mountfright schreibt:

    Du bist wieder zu Hause und hier wirst Du vermisst. Schön, dass Du hier warst, Beste. Ich freue mich schon auf unser Wiedersehen. 🙂

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