Von Tee, Nudeln und der Unterwelt

Ihr werdet nie erraten, wer gestern zum Geburtstag von ihrem Vater eine ganz famose Nudelmaschine geschenkt bekommen (bin immer noch nicht sicher, woher er wusste, dass ich seit Monaten immer wieder sehnsuchtsvoll vor Kochwarenhandlungs-Schaufesnterscheiben stehe und die Dinger sehnsuchtsvoll anstarre.) Ihr werdet natürlich weiters auch niemals erraten, wer heute eine Stunde manisch grinsend und kurbelnd in der Küche gestanden hat. Und wer jetzt leicht nudelüberfressen und satt ist.

War sowieso ein schöner Tag. Ich hatte eigentlich vor, ihn aus Protest gegen’s älterwerden unter der Bettdecke zu verbringen und leise vor mich hinzugrummeln, Mother Duck wollte davon allerdings nichts hören. Also hat sie mich zuerst ins Katzenkaffe geschleppt, für Tee und Kater. Dann in die Teehandlung Haas (sooo viel Assam), danach in die Kochbuchhandlung Babettes, wo ich endlich das seit langem gesuchte Buch über die vietnamesische Küche gefunden hab.

Und nachdem eine Sarah nur dann wirklich glücklich ist, wenn sie zu Tee und Katzen auch noch düstere Geheimnisse bekommt, hat MD uns am Ende dann noch zwei Plätze in der Wiener Unterweltstour gebucht, in der es um die Keller und Kanäle Wiens geht un ddarum, was sich noch so alles unter der Stadt verbirgt. (http://www.unterwelt.at). Wir haben Standardisiertes Touristenprogramm erwartet, was wir stattdessen bekommen haben, waren drei der faszinierendsten Stunden seit langem. Wien ist… seltsam, wundersam und creepy, also alles, was ich mir so von einer Stadt wünsch.
Es gab einmal in der Tour sogar die Gelegenheit, direkt neben dem Stephansdom durch den Gully zu klettern, bis hinunter zu den Kanälen. Ihr werdet natürlich weiterhin niemals erraten, welche zwei Hände in der Tourgruppe auf der stelle hochgeschossen sind. War etwas klaustrophobisch und mehr als etwas kalt, weil ich aus beweglichkeitsgründen meinen Mantel oben lassen musste. Kam mir trotzdem sehr geil wie der dritte Mann vor, bzw. die dritte kleine Drehbuchautorin. Ganz neues feeling.

Hier eine Mother Duck beim Abstieg:

Am Schluss dann noch auf ein paar Cocktails mit MD und meinen Brüdern, dann leicht beduselt aber zufrieden mit der Welt heimgewandert. Unterm Strich: wesentlich besseres Tagesprogramm als mein Bettdeckenplan. Ich geb’s ja zu, manchmal is meine beste Freundin klüger als ich. Jetzt bin ich grad am Hausputz, weil morgen noch Razor hier aufschlägt, zwecks Drehbucharbeit und ein wenig geburtstags-nachfeiern. Ich hab gute Menschen, find ich.

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