Tagine

Meine Brüder kennen mich exzellent gut und haben mir zu Weihnachten ein Zuckerthermometer (auf dass auch komplizierteste Patisserie nicht sicher sei vor mir) und eine Tagine geschenkt. Gerade nach letzerer – einem marokkanischen Schmortopf aus Ton und mit spezieller Form – hat sich mein kleines küchiges Herz schon seit längerem Verzehrt, es war mir aber immer ein wenig zu extravagant, mir selbst eine zu kaufen. Folglich bin ich auch zwei Tage später noch restlos begeistert, worauf sich folgender Dialog entspinnt.

Ich: „Es ist so wunderbar! Großartig! Ich hab gestern schon den halben Abend Rezepte recherchiert!“
Bruder: „Das freut.“
Ich: „Aber für eine Portion lohnt sich das nicht. Ihr müsst nächste Woche mal zum Tagine-Einweihungsessen vorbeikommen.“
Bruder: „Nun ja…“
Ich: „Nun ja?“
Bruder: „Ich gestehe: das ist einkalkuliert. Es war nicht das selbstloseste aller Geschenke.“
Ich: „So soll es sein! Was bringt die beste Tagine, wenn ich niemanden damit bekochen kann?“
Bruder: „…“
Bruder: „:…“
Bruder: „…“
Bruder: „Wusstest du eigentlich, dass am Dachboden noch chinesische Dämpfkörbe stehen? Ich glaube, die braucht auch niemand mehr.“
Sarah: *wortloses Quietschen*

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