Das Ding mit Katzen ist ja der – wir machen Witze darüber, wie arrogant sie sind, wie verwöhnt; dass sie sich für Gottheiten halten, und uns für ihre Dienerschaft. Wir verklären die Liebe zu ihnen ironisch, und spötteln darüber, einmal eine Crazy Old Catlady sein zu wollen.

Ich zumindest tu das alles. Und dann lieg ich um halb fünf Uhr morgens wach und flenne um einen Kater, der seit einem halben Jahrzehnt tot ist. Ich hab sie alle lieb gehabt, meine Katzen, jede war auf ihre Art besonders – aber Rames werd ich noch vermissen, wenn ich achzig bin.

Er war die Kater, der immer wusste, wann ich Alpträume habe, und der dann zu mir gekommen ist, graues Fell und kupferne Augen in der Dunkelheit. Er war der Kater, den ich ihm Arm hatte, als meine Großmutter mir vorgeworfen hat, dass mir die Katzen lieber sind als die Menschen. Und er war der Kater, bei dem ich zu spät kapiert habe, dass er fiebert – dass er sich nicht nur so warm anfühlt, weil sein Fell gerade geschoren war und meine Hand direkt auf seiner Haut lag, sondern weil etwas wirklich, wirklich nicht gestimmt hat. Angeblich hätte es kaum einen Unterschied gemacht, aber verzeihen kann ich’s mir trotzdem nicht, vor allem um vier Uhr Nachts.

Ich möcht meinen Kater wiederhaben. Das ist alles.

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2 Antworten zu

  1. Angelika Stiefvater schreibt:

    Kann ich Dir mal privat schreiben, bitte? Angelika

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