Der Dunkle Fürst und das Fräulein Niedermaier – Teil 17

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Nachdem nun Baldomachorion nicht in der Stimmung war, seinen bösen Plan zu erläutern, er aber für das Verständnis dieser Geschichte unabdingbar ist, erlaubt eurer bescheidenen Chronistin, diese Lücke zu füllen. Es hatte vor mehreren Jahren begonnen, als Salamacian seinen Freund zu einer Einweihungsparty für seinen neuen Folterkeller in die Feste des Erstaunlich Dauerhaften Unheils eingeladen hatte und Baldomachchorion die unglaubliche Sauberkeit und Heimeligkeit auffiel, die überall im alten Gemäuer herrschte.
Die Teppiche leuchten in dunklen Farben, die Vorhänge waren frisch gestärkt und die Spinnweben an der Decke in geschmackvollen Mustern angeordnet – so, wie man es sich eben wünschte. In jedem Kamin brannte ein Feuer und sowohl Buffett als auch der folgende Eierlikör waren von solcher Qualität, dass sich bald der Neid wie Unkraut um Baldomachchorions Herz rankte und ihn zu ersticken drohte. Er stellte klammheimlich Nachforschungen an und kam schließlich hinter das Geheimnis von Salamacians häuslicher Zufriedenheit: er hatte eine Niedermaier in seinen Diensten. Das erklärte alles.

Für die, die sich noch nicht eingehend mit der Thematik beschäftigt haben (und das sei ihnen an dieser Stelle durchaus verziehen) dazu folgendes: Es gab zu dieser Zeit in den mittleren Landen gleich mehrere altehrwürdige Haushälterclans, ohne die das Leben der Dunklen Lords und Ladies nicht nur undenkbar, sondern vor allem auch undenkbar unbequem gewesen wäre.
Die Kinder dieser Clans wuchsen in geheimen Bergdörfern auf und wurden schon von frühsten Jahren an in die arkanen Künste von Staubwedel und Bügelfalten eingewiesen. Mit sechzehn gingen sie dann drei Jahre auf Wanderschaft, um ihre Fähigkeiten zu schärfen, bis sie sich schließlich einen Herren oder eine Herrin suchten, dem oder der sie treu bis in den Tode dienten. (Oder, in manchen Fällen, die Vampire, Zombies u.ä. involvierten, auch darüber hinaus.)

Die Namen dieser Haushälterfamilien waren weithinaus bekannt: Die Travliceks, die Huemers, die Beugebauers, die Nowaks…

Aber kein Name hallte so sehr durch die Jahrhunderte wieder wie der der Niedermaiers.

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7 Antworten zu Der Dunkle Fürst und das Fräulein Niedermaier – Teil 17

  1. Mountfright schreibt:

    Hat dies auf schreckenbergschreibt rebloggt und kommentierte:
    Für die von Euch, die in Geschichte gepennt haben – hier ein wenig Hintergrund zu den Dunkelfürstenhaushälter*innen. In Sarahs heutiger Quarantänegeschichte:

  2. Pingback: Der Dunkle Fürst und das Fräulein Niedermaier – Teil 18 | Der Guppy war's und nicht die Lerche

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