Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm…

Bin seit zwei Monaten an einer Geschichte dran. Hatte bis gestern alle fünf Akte durchgeplottet und ein, zwei offene Fragen. Hab heute Zwiebelmarmelade gekocht (weil die Brüder eine Sammelbestelkung aufgegeben haben) und dabei eine Erkenntnis gehabt, wie die Hauptfigur sich eigentlich entwickeln soll. Zwiebelmarmeladenkochen hat sowas an sich. Hab jetzt zwei Akte geplottet, eine MILLION offener Fragen und trotzdem das Gefühl, dass ich irgendwir weitergekommen bin.

Schreiben is komisch, ich sag’s euch…

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Wusstet ihr im Übrigen, dass das Capsaicin in Chilis – als faszinierendes Alkaloid, das es ist – auch über die Haut aufgenommen werden kann und die Nerven dann total interessante Sachen machen lässt? Beispielsweise kann es die Hitzerezeptoren kurzschließen, so dass man dann über Stunden recht überzeugend das Gefühl hat, man würde auf eine heiße Herdplatte greifen? Total faszinierende Sache, echt.

Diese Tolle und Allgemein Erbauliche Erkenntnis wurde gesponsert von: Sarah, einer Scotch Bonnet Habanero und verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln. Defintiv das erste Mal, dass ich mich selber mit einem Gemüse kampfunfähig gemacht habe, tragischerweise (so wie ich mich kenne) aber vermutlich nicht das letzte Mal.

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Blick von meinem Arbeitsplatz: Schnee, Tee und Plotprobleme. Plotprobleme nicht abgebildet.

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Von Messern

Hab heute Abend hab ich Freunde und Familie zu Besuch, dir ich füttern darf. Vor dem Kochen aber kommt die Messerpflege – eine halbe Stunde nur mit dem beständigen Shwiss-shwisss-shwiss von Klinge auf Stein, mir Wasser und Eisen und meinen Gedanken. Etliche meiner Vorfahren auf väterlicher Seite waren Schmiede und manchmal frag ich mich, ob sich in meiner Liebe zu Klingen – und der Ruhe, dir sie mir geben- da irgendetwas genetisch durchgeschummelt hat, nur ein kleines bisschen.

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Ali

Und während ich fröhlich vor mich hin horrorfilme, tickt unsere geliebte Regierung wieder mal völlig aus – und die FPÖ postet kleine Videos über ihre neu E-Cards. Also, Videos, in denen Ali versucht, mit Mustafas e-card Sozialbetrug zu begehen. Ali trägt einen Fez und Schnurrbart. Ali ist gefühlt groteskeste Karikatur des bösen Muselmanen seit Hatschi Bratschi Luftballon. Ali ist fünf Minuten entfernt von Karikaturen von hakennasigen, geldbeutelraffenden Juden ungefähr anno 1930. Ali ist Verhetzung und inakzeptabel auf einem Level, dass ich weder beschreiben noch hinausbrüllen kann.

Ich verlink das Video jetzt nicht direkt im Blog, weil ich sonst jedes mal beim aufrufen meiner Startseite einen Speibkrampf kriege, sehet daher hier (inklusive Zusammenfassung der ganzen affaire)
https://kurier.at/politik/inland/pech-gehabt-ali-rassistische-klischees-in-fpoe-video-ueber-e-card/400322709?fbclid=IwAR1Lxu-_zYGmSTgrY4afCS25zMEMAmhGpykIBSnNxncplPsS9vFOQmxSxCE

Das ist übel, Leute. Das ist wirklich, wirklich, wirklich übel. Dieser Regierung ist untragbar, und das jeden Tag mehr.

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Von einer brillanten Strategie

Habe im Übrigen einen brillanten Weg gefunden, wie ich trotzt grundlegender Horrorfilmfeigheit in aller Ruhe Horrofilme schauen kann.

a) man besorge sich einen guten Freund (in dem Fall Razor), der das Objekt der Begierde (in dem Fall Haunting Of Hill House) schon gesehen hat
b) man bringe ihn dazu, sich das ganze noch einmal mit einem anzuschauen und einen
c) vor jedem Jumpscare und jedem Geist vorzuwarnen, damit man währenddessen
d) ganz konzentriert irgendwo anders hinschauen kann

Natürlich bin ich krampfhaft neugierig und will trotzdem wissen, wie die Geister ausschauen, also muss der getreue Gruselassistent dann noch
f) bei jedem Geist den Film anhalten, damit ich dann das Gespenst in aller Ruhe im Standbild begutachten und vor mich hinmurmeln kann, dass es doch eh nicht sooo schlimm ist und ich überhaupt nicht weiß, was alle haben

Mit diesen wenigen und äußerst klugen Vorsichtsmaßnahmen ist es auch dem größten Horrorfilm-Feig- und Alptraumling des Planeten (also mir) möglich, sich stattdessen in aller Ruhe … okay, vom Familiendrama und der ausgefeilten Figurenpsychologie der Serie schwer traumatisieren zu lassen, weil die Geister echt nicht das einzige sind, was bei Hounting Of Hill House übel ist. Aber im großen und ganzen find ich meine neue Technik brillant.

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Vom Herrn der Ringe

Was gibt’s bei euch so neues, oh Welt? Nicht so viel bei mir – ich finde die Regierung immer noch unappetitlich und hab die letzten zwei Wochen sehnenscheidenentzündungsbedingt relativ wenig geschrieben. Ersteres bedingt zwar nicht letzteres, aber meine Laune hat keines von beidem gehoben.

Aber immerhin haben mein kleiner Bruder und ich es gestern endlich geschafft – sieben Jahre nach ihrer Anschaffung – uns den letzten Teil der Extended Edition vom Herrn der Ringe anzusehen. Hatten wir ewig vor, irgendwas kam immer dazwischen. War vor allem amüsiert, wie unterschiedlich ich den Film mit dreißig sehe, als damals, zum ersten mal, mit etwa sechzehn. Damals fand ich Legolas und die Elben wundervoll und mysteriös, heute gehen sie mir mit ihrer ewigen Herumjammerei vor allem auf den Nerv. Dieser Tage bin ich fix Team Samweis, weil es nicht genug Leute geben kann, die zutiefst gutartig sind, couragiert und ohne großes Gewese und Heldenmythos das tun, was halt grad nötig ist. Sam ist eindeutig der beste Mann in der ganzen Nummer und ein wunderschönes Erzählbeispiel dafür, dass Güte und Stärke sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern oft bedingen. Ich bin am Schluss irgendwann echt pissig geworden, als das ganze Heer ‚Frodoooo!‘ brüllt, während Sammyboy die ganze Arbeit erledigt und dabei nicht HALB so viel herumgejammert hat. Ich sag’s nur.

Unverändert ist im Übrigen meine Meinung zu Faramir geblieben, der immer noch eine arme Sau aus zerütteten Verhältnissen ist und sich sein Happy End redlich verdient hat. Der arme Kerl, echt.

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