Von Feiern und Flaschen

Zuerst einen entzückenden Weihnachtslink, für euch, liebe Freunde, zur allgemeinen bösartigen erbauung. http://vimeo.com/17911948

Davon abgesehen:
Heim, aber gottseidank nicht ins Reich, sondern nach Oberösterreich. Das Szenario für die nächsten zehn Tage involviert mich, die Couch, die Katzen, multiple Tassen Tee und einen gigantomanischen Stapel Bücher. Und eventuell Kekse, aber dazu müsst ich sie zuerst backen und dass würd bedeuten, Katzen, Couch und Bücherstapel für eine fast unzulässig lange Zeit zu vernachlässigen. Mal sehen.

Gestern Abend zuerst Weihnachtsessen mit meinen Filmak-Jahrganskollegen gehabt und dann gemeinsam mit ihnen zur Filmakademie-Weihnachtsfeier gegangen, auf dass das lichtscheue Studentengesindel ein wenig sozialisiert werden möge und so.
Zum ersten Punkt der Tagesordnung ist wenig zu sagen, außer, dass ich die Leut jetzt seit viereinhalb Jahren kenne – und immer noch schüttle ich manchmal im Stillen über das Glück, gerade in diesem Jahrgang gelandet zu sein. Es war zwar nur die Hälfte da – acht von sechzehn – weil die andere Hälfte sich mittlerweile entweder im Ausland oder zumindest in anderen Bundesländern herumtreibt, aber es war trotzdem ganz grandios. (Allein Joes „Wie ich einmal fast von Kampflesben verprügelt wurde“-Ankedoten hätten schon den ganzen Abend gerechtfertigt. Und nein, ich werd diese Geschichte hier nicht erzählen, weil sie a) nicht mir gehört, sondern ihm und b) NIEMAND sie so erzählt wie Joe. Aber er hat gesagt, ich darf sie mal in einem Drehbuch verwenden.)

Von der Filmakademieparty danach gibt es hauptsächlich zu berichten, dass ich dort das hinreißende Fräulein Ladinigg traf, das ebenfalls gerade eine Deadline geschafft hatte. Was uns dazu veranlasste, den Wir-haben-den-Abgabetermin-eingehalten-Freudentanz zu erfinden, welcher aus vier sehr distinktiven Tanzsschritten besteht, die jeweils dreimal wiederholt werden, bis auf den letzten. Abgeben-Abgeben-Abgeben/Drüberfreun-Drüberfreun-Drüberfreun/Geldkassieren-Geldkassieren-Geldkassieren/Wiedervonvorn. Ich zeichne’s euch mal bei Gelegenheit auf. Wir bekamen etliche irritierte Blicke, aber nicht so viele, wie man meinen möchte – immerhin war da hauptsächlich Filmvolk, dass ist an Wahnsinnige auf der Feier gewöhnt.

Ich erinnere mich da zum Beispiel liebevoll an die Weihnachtsfeier vor ein paar Jahren, als Kollege Christoph und Kollege Diego einen fürchterlichen Streit anfingen, der damit endete, dass Christoph Diego eine Bierflasche über den Schädel zog und der blutend zusammenbrach. Geschrei, Panik, rufe nach einem Arzt, eine kreidebleiche Chefsekritärin, die gestützt werden muss… und plötzlich ersteht Diego unverletzt aus den Scherben auf wie ein … ähm… chilenischer Phönix aus ziemlich klebriger Asche.
Unsere Jahrgangsleute waren die einzigen, die sich schon vorher das Lachen verbeißen konnten – weil wir halt vorgewarnt waren, dass die zwei von einem Dreh noch eine von diesen famosen Stunt-Zuckerglas-Bierflaschen übrig hatten, einen kleinen Beutel mit Kunstblut und einen wirklich bösen Sinn für Humor.
Wenn ich mich recht erinnere, hat es fast drei Monate gedauert, bis die Chefsekretärin wieder mit ihnen geredet hat.

Da könnt man fast sentimental werden

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Eine Antwort zu Von Feiern und Flaschen

  1. frl. e schreibt:

    10 tage, heißt am 29. frisch und munter im jenseits hoff ich?

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