Wie man richtig alte Fensterrahmen streicht

a) Farbe aussuchen

b) drei Stunden damit verbringen, die alte Farbschicht abzukratzen

c) einen Abend lang wimmernd das Handgelenk halten, weil es doch noch nicht so ausgeheilt war, wie man dachte. Kampfsporttraining ausffallen lassen.

d) MRT-Termin ausmachen

e) möglichst umweltfreundlichen Farblöser in Greißlerei kaufen, vom geschätzt neunzigjährigen Greißler beim Zahlen ein Päckchen Murmeltiersalbe über den Tresen geschoben kriegen: „Das tun’s dann auf ihr lädiertes Handgelenk, gell?“

f) Farblöser über Nacht auf Fensterrahmen einweichen lassen

g) Mitten in der Nacht hochfahren, weil das Zeug doch feuergefährlich ist und am Ende die ganze Wohnung in Brand steckt. Im Halbschlaf bis fünf Uhr morgens die Küche putzen

h) Morgensonne durch das Fenster genießen; ins Bett wanken und von Fenstern und Gespenstern träumen

i) Einen weiteren Tag Farbe vom Fensterrahmen kratzen, dieses Mal mit links, was die Sache nicht einfacher macht

j) Feststellen, dass der Farblöser nicht nur Fensterlack auflöst, sondern auch Kühlschränke

k) Rostschutzfarbe für die kleinen Flecken auf der Kühlschrankoberseite kaufen, die plötzlich bar jeden irdischen Schutzes sind; etwas mitleidigen Blick von Greißler bekommen

l) Einen Abend lang auf Leiter balancieren, Podcasts hören und Fenster in wunderbarem Cremeweiß streichen

m) Am Küchenboden sitzen, Farbe beim Trocknen zuschauen und sehen, wie die VER****** VER**** MOTHER**** GOTTVERFLUCHTE HUNDSDRECKBE******* ******* ****!**** !!!!!!! FARBE mit einem Mal mehr Risse bekommt als der Humanismus unseres Innenministers.

n) Tee machen

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Rezept für Reis mit Hühner-Brokkoli-Curry ohne Huhn, Brokkoli oder Curry

a) Mehrere Tage lang Brokkoli im Kühlschrank liegen haben, der langsamem aber sicherem Siechtum erliegt
b) Von schlechtem Gewissen gebeutelt werden und beschließen, den Brokkoli zu verkochen, auf dass er nicht umsonst auf dieser Erde weilte (auch wenn die posthume Sinngebung dem Brokkoli vermutlich ziemlich wurscht ist)
c) Absolut nichts dazupassendes im Haus haben außer Reis, also ein Hühnerbein kaufen
d) Den ganzen Tag lang schreiben und sich von Käsebrot ernähren, weil man echt Wichtigers zu tun hat, als Brokkoli zu kochen
e) Reis aufsetzen
f) Das Hühnchen genau begutachten und feststellen, dass man den Geruch höchst verdächtig findet. Beschließen, dass ich das Leben des Hühnchens auch nicht ehrt, wenn man sich dran eine Lebensmittelvergiftung holt
g) Ehrenbegräbnis für ein Hühnerbein in der Mülltonne. Dabei traurigen Trauermarsch summen
h) Brokkoli mit Reis allein ist langweilig, also ein paar getrocknete Shitake-Pilze in Wasser einweichen, während der Reis kocht
i) Brokkoli auspacken und genauer begutachten. Moder, Fäulnis und allgemeine Brokkoliverdammnis finden.
j) Brokkoli geht den Weg allen irdischen und des Hühnchens
k) Reis mit Shitake-Pilzen it is

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So… die USA sind raus aus dem Paris Agreement (bzw. hat das Trumpelstielzchen verkündet, dass sie es sein wollen) und ich bin mittlerweile etwas beschickert und daher mehr sardonisch als schaum-vor-dem-mund-tobend. Nicht viel unterschied, außer in der Lautstärke.

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Hab heut im Übrigen noch was Wichtiges gelernt heute.

Wenn man seinen Eltern erzählt hat, dass die Brüder den Nachmittag über da sein werden, um mit schweren Möbeln zu helfen – dann sollte man seine Mutter nicht ein paar Stunden später mit einer Recherchefrage anrufen und das Gespräch unvermittelt mit: „Du, kannst du mir vielleicht sagen, woran man ein schweres Schädeltrauma erkennt….“ beginnen.

Just saying.

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Von Brüder und Scones

Sitze im Wintergarten, trinke Tee und warte auf meine Brüder. Mehrere meiner Küchenschränke müssen aus mysteriösen Gründen (die ich später erläutern werde, wenn ich die ganze Mär erzählen kann, aber sie ist toll) in den Keller. Nachdem ich allerdings neulich bei einem schlampigen Uppercut* mein rechtes Handgelenk beleidigt hab und vorhin schon am Schneiden von BUTTER gescheitert bin**, deuchte es mich klug, nicht unbedingt einen Tag lang schwere Holzplatten durch die Gegend zu schleppen.

Wie ein überaus erfreulicher Zufall es aber so will, verfüge ich nun jedoch über zwei äußerst gut gebaute Brüder mit hilfsbereitem Gemüt, eine familiäre Anschaffung, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Nachdem ich sie dann gleich nur herumkommandieren und nichts selber zur Schlepperei beitragen kann, stehen jetzt in der Küche wengistens frische Blaubeerscones und Hühnchen-Curry-Mango-Sandwiches, auf dass sie wenigstens wohl gefüttert das Werk verrichten mögen.

*und sei leise, Razor, ich bleib immer noch dabei: ICH hab den Fehler gemacht und falsch geschlagen, der Pratzenhalter konnte exakt NICHTS dafür

**die machen sie aber auch lächerlich hart, dieser Tage

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A bissl müd

Wowza, einen ganzen Monat Schweigen hier hatte ich noch nie, glaub ich. Hat dezent was mit drei Deadlines gleichzeitig zu tun – dieses Jahr jongliere ich doch ein wenig mehr, projektmäßig, als meinen Nerven wirklich guttut. Andererseits, zu WENIGE Projekte würden mich auch stressen, mit Visionen von mir und meinem Aquarium unter einer Brücke und so, also darf ich eigentlich nicht jammern. (Ich jammer trotzdem, seien wir ehrlich, weil nichts so Wienerisch ist wie gesundes Suderantentum.)

Momentan allerdings mach ich quasi semi-Ferien – ein paar Tage in Graz mit dem geschätzten Herrn Schreckenberg, zur Criminale. Wie jedes Jahr waren wieder ein paar faszinierende Fortbildungen dabei, besonders der Vortrag über Giftpflanzen hat es mir angetan. Ihr würdet nicht GLAUBEN, womit man alles Leute um die Ecke bringen kann. Man hat danach völlig neuen Respekt für den durchschnittlichen Blumentopf, weil wahrscheinlich was tödliches drin ist.
Ganz Ruh geben kann ich natürlich trotzdem nicht- jetzt grad sitz ich im airbnb-apartement, hör draußen die Vögel zwitschern und wart auf eine Skype-Drehbuchbesprechung mit Jacob in Wien, während Razor irgendwo in der Innenstadt auf der Glauser-Gala sehr seriös dreinschaut und Krimipreise vergibt. Weil er in der Jury war, seriöseste Seriösität von allen, quasi. Hätt ich sehr gerne gesehen, aber … deadlines eben. Nach diesem Jahr gedenke ich fix, ein Nickerchen von mindestens einer Woche zu halten. Es wird das Nickerchen aller Nickerchen werden, ein Nickerchen, über das in Jahrhunderten noch die Barden singen, eines, an dem sich jedes weitere Nickerchen der Weltgeschichte messen lassen muss. Was werd ich pennen.

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Träume, wieder mal

Mein Hirn arbeitet grad wieder mal die ganze Liste der widerkehrenden Alpträume ab. Gestern war es „Plötzlich verantwortlich für ein gigantisches Aquarium voller seltsamer Fische, aber alle Pflanzen sterben und nichts will wachsen“, heute war’s der alte Klassiker „Gefangen in einem unterirdischen Labyrinth – dieses mal einer alten U-Bahn-Station – und jeder vermeindliche Ausgang führt zu noch mehr verborgenen Korridoren, jede Auskunft ist eine Lüge“.

Ich bin nicht gaaanz sicher, was mein Unterbewusstsein mir damit über die momentane Deadlinesituation sagen will, aber ich hab einen Verdacht…

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