Produktivität

Was ich heute tun hätte sollen: eine Kurzgeschichte schreiben

Was ich getan hab: mein Arbeitszimmer geputzt und versucht, nicht auf FB Klimawandelleugner anzubrüllen. Ich meine… ab welchem Punkt der Erderwärmung wird es legal, die Vollhirseln mit gut gebundenen Klimastudien zu verprügeln?

Die absolute Bescheuertheit der Welt ist schwer hinderlich für meine Produktivität. Just saying.

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Zur Wahl einen Bruder

Hab ich die gutaussehenden Brüder im letzten Post erwähnt? Einen davon kann man jetzt sogar wählen! Is das ein Service oder is das ein Service?

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Sie-wollen-im-Herbst-in-den-Nationalrat-einziehen;art67,2641324

Nein, im Ernst: ich bin so ziemlich die un-objektivster Person des Planeten, was das angeht, aber Johannes ist schwer wählbar – sozial, umweltbewusst, kämpferisch, arbeitet wie ein Vieh und denkt über jeden Standpunkt dreimal nach, bevor er ihn äußert. Betrachtet das hier bitte als eine bescheidene schwesterliche Wahlempfehlung.

Okay, Nepotismus-Durchsage Ende.

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ES IST EIN FENSTER!

Mir ist grad was aufgefallen – nämlich, dass ich im Mai hier mal von ‚mysteriösen Gründen‘ getönt hab, warum Küchenschränke aus meiner Küche verschwinden müssen, aber nie erklärt hab, was dahinter steckt.

Die Sache ist die, dass ich mich immer gewundert hab, warum der Architekt einer ansonsten wundervoll geplanten Wohnung der Meinung war, dass die Küche ein dunkles Loch sein muss, mit einem einzigen Fensterchen zu einem halbdunklen Lichthof.

Deprimierend, oder? Was hab ich Architektenmensch verflucht. Nun, stellt sich heraus, ich hab dem armen Kerl (der armen Dame, man weiß es ja nicht) mehrere Jahre lang bitter unrecht getan, was ich aber nicht erfahren hätte, wär nicht meine Tiefkühltruhe eingegangen.

Die verstarb also eines Tages (und riss, möchte ich hinzufügen, eine ganze gefrorene Ente mit sich in den Untergang, mit der ich eigentlich ein Dinner veranstalten wollte) und musste irgendwann ersetzt werden, weil ein Einpersonenhaushalt einfach nicht auf einen Satz eine ganze Packung Erbsen aufbrauchen kann. Ich meine, ich liebe Erbsen, ich halte sie für kleine grüne Majestäten unter dem Gemüse, aber ich hab meine Grenzen.

Also, Tiefkühltruhe recherchiert und festgestellt, dass es wesentlich umweltfreundlicher und stromsparender ist, wenn ich gleich auch noch den alten Kühlschrank mit austausche und ein Kombigerät anschaffe. Zu dem Zweck allerdings mussten dann einige der alten Schränke in der Küche weichen, weil das Teil etwas größer war als die zwei alten zusammen.

Und was fand sich hinter diesen Schränken, in bester Mysterymanier? Ein zugemauertes Fenster.

Die Oberlichte war immer noch da und halt zum Großteil hinter den Schränken versteckt, der Rest des Fensters durch Holzplatten verbaut und verputzt. Es führt hinaus auf den Gang, der wiederum Licht von gleich mehreren Fenstern bekommt. Hätte mir eigentlich längst schon was denken können, weil das gußeißerne Fenstergitter außen ja noch da ist, nur halt die ganze Zeit vor einer blinden Wand war.

Also habe ich erst einmal ausführlich frohlockt und dann zuerst meinen Vermieter kontaktiert – und dann noch einmal meine Brüder zum Besuch gebeten.

(Und ja, ich weiß, dass ich gutaussehende Brüder hab, und einer davon ist single. Just saying.)

Danach kam dann noch eine winzig kleine Kette von Restaurationsarbeiten – wie die Tatsache, dass es natürlich Altbauwände waren, die uns am liebsten in ihrer Gesamtheit entgegenkommen wollten und die der Grund sind, warum ich jetzt halbwegs verputzen kann. Oder lange Stunden mit Lacklöser und einer Farbspachtel, um den alten Lack von den Fensterrahmen zu kriegen, die wiederum in einem Aufflammen meiner (bis dahin nicht diagnostizierten) Sehnenscheidenentzündung und einer kleinen Stippvisite im Spital gemündet haben.

Dann war da der denkwürdige Abend, an dem Michi und ich die restlichen Schränke vor der Wand verschieben wollten, die es sich aber seit dreißig Jahren auf winzigkleinen, mürben Plastikbeinchen gemütlich gemacht hatten und donnernd in sich zusammengebrochen sind. Mördergetöse, aber keine Verletzten außer etwa einem Drittel meiner Teetassen. Danach dann ein Ikea-Besuch und NOCH ein Abend mit Michi, ich eine Wand in petrolblau streichend, er Ikea-Schrank-zusammenbauend, wir beide Harry Belafonte hörend. (O-Ton beim Anblick der Schrankeinzelteile ohne Bauanlteitung: „Das ist ein Nicht-Triviales Problem, und das sage ich dir als Quantenphysiker.“)

Danach war ich dann schon so im Renoviergroove und mir war alles egal, also hab ich gleich auch noch eine neue Arbeitsplatte besorgt, vierzig Zentimeter länger als die alte, Birkenholz – warme Farben, viel mehr Platz. Besondere Kudos hier an Razor, den bekennenden Ikea-Hasser, der dann doch einen Tag seines letzten Wienbesuchs geopfert hat, um das Teil mit mir zu besorgen und heimzubringen.

Und jetzt, das Ende vom Lied…

…sind sehr viel Platz und Licht und ein halber Freundeskreis, die das Wort ‚Fenster‘ nimmer hören können. Aber was hab ich Freude dran.

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Zurück vom gesellschaftlichen Großereignis des Jahres – aka Brigitte und Roberts Hochzeit – und angemessen erledigt. Aber schön wars, so schön. Es sollten öfter welche von den besten Menschen der Welt auf uralten Burgen heiraten, ich mag das, wenn die das tun.

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Wie man richtig alte Fensterrahmen streicht

a) Farbe aussuchen

b) drei Stunden damit verbringen, die alte Farbschicht abzukratzen

c) einen Abend lang wimmernd das Handgelenk halten, weil es doch noch nicht so ausgeheilt war, wie man dachte. Kampfsporttraining ausffallen lassen.

d) MRT-Termin ausmachen

e) möglichst umweltfreundlichen Farblöser in Greißlerei kaufen, vom geschätzt neunzigjährigen Greißler beim Zahlen ein Päckchen Murmeltiersalbe über den Tresen geschoben kriegen: „Das tun’s dann auf ihr lädiertes Handgelenk, gell?“

f) Farblöser über Nacht auf Fensterrahmen einweichen lassen

g) Mitten in der Nacht hochfahren, weil das Zeug doch feuergefährlich ist und am Ende die ganze Wohnung in Brand steckt. Im Halbschlaf bis fünf Uhr morgens die Küche putzen

h) Morgensonne durch das Fenster genießen; ins Bett wanken und von Fenstern und Gespenstern träumen

i) Einen weiteren Tag Farbe vom Fensterrahmen kratzen, dieses Mal mit links, was die Sache nicht einfacher macht

j) Feststellen, dass der Farblöser nicht nur Fensterlack auflöst, sondern auch Kühlschränke

k) Rostschutzfarbe für die kleinen Flecken auf der Kühlschrankoberseite kaufen, die plötzlich bar jeden irdischen Schutzes sind; etwas mitleidigen Blick von Greißler bekommen

l) Einen Abend lang auf Leiter balancieren, Podcasts hören und Fenster in wunderbarem Cremeweiß streichen

m) Am Küchenboden sitzen, Farbe beim Trocknen zuschauen und sehen, wie die VER****** VER**** MOTHER**** GOTTVERFLUCHTE HUNDSDRECKBE******* ******* ****!**** !!!!!!! FARBE mit einem Mal mehr Risse bekommt als der Humanismus unseres Innenministers.

n) Tee machen

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Rezept für Reis mit Hühner-Brokkoli-Curry ohne Huhn, Brokkoli oder Curry

a) Mehrere Tage lang Brokkoli im Kühlschrank liegen haben, der langsamem aber sicherem Siechtum erliegt
b) Von schlechtem Gewissen gebeutelt werden und beschließen, den Brokkoli zu verkochen, auf dass er nicht umsonst auf dieser Erde weilte (auch wenn die posthume Sinngebung dem Brokkoli vermutlich ziemlich wurscht ist)
c) Absolut nichts dazupassendes im Haus haben außer Reis, also ein Hühnerbein kaufen
d) Den ganzen Tag lang schreiben und sich von Käsebrot ernähren, weil man echt Wichtigers zu tun hat, als Brokkoli zu kochen
e) Reis aufsetzen
f) Das Hühnchen genau begutachten und feststellen, dass man den Geruch höchst verdächtig findet. Beschließen, dass ich das Leben des Hühnchens auch nicht ehrt, wenn man sich dran eine Lebensmittelvergiftung holt
g) Ehrenbegräbnis für ein Hühnerbein in der Mülltonne. Dabei traurigen Trauermarsch summen
h) Brokkoli mit Reis allein ist langweilig, also ein paar getrocknete Shitake-Pilze in Wasser einweichen, während der Reis kocht
i) Brokkoli auspacken und genauer begutachten. Moder, Fäulnis und allgemeine Brokkoliverdammnis finden.
j) Brokkoli geht den Weg allen irdischen und des Hühnchens
k) Reis mit Shitake-Pilzen it is

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So… die USA sind raus aus dem Paris Agreement (bzw. hat das Trumpelstielzchen verkündet, dass sie es sein wollen) und ich bin mittlerweile etwas beschickert und daher mehr sardonisch als schaum-vor-dem-mund-tobend. Nicht viel unterschied, außer in der Lautstärke.

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